Dermatologe aus Oberhausen nutzt Fraxel-Laser für Schönheits-OPs

Stephanie Weltmann
Dermatologe Dr. Hermann Rudolphi aus Oberhausen nutzt Lasertechnologie zur kosmetischen Behandlung.
Dermatologe Dr. Hermann Rudolphi aus Oberhausen nutzt Lasertechnologie zur kosmetischen Behandlung.
Foto: WAZ FotoPool

Oberhausen. Dermatologe Dr. Hermann Rudolphi aus Oberhausen nutzt Lasertechnologie zur kosmetischen Behandlung. Mit dem Fraxel-Laser lassen sich Tätowierungen, Altersflecken, Akne-Narben sowie große Poren und Pigmentstörungen beseitigen.

Langsam rollt das rote Licht sich über den Handrücken. Nichts hört man, nur das Brummen der Maschine im Hintergrund, auf deren Bildschirm die Zahl 20 leuchtet. „Das sind 20 Joule pro Quadratmeter, in dieser Einheit wird die Stärke des Lasers berechnet“, erklärt Dr. Hermann Rudolphi (53) und zeigt auf die Handfläche des Probanden: Nur ein leichter, weißer Flaum hat sich an der Stelle gebildet, über die Dr. Rudolphi Sekunden zuvor seinen sogenannten Fraxel-Laser rollen ließ. Seit sechs Monaten steht das Gerät aus US-amerikanischer Schmiede in der Schmachtendorfer Praxis des Dermatologen. Altersflecken, Akne-Narben sowie große Poren und Pigmentstörungen lassen sich damit beseitigen. Es ist der fünfte Laser, den Dr. Rudolphi zur kosmetischen Behandlung nutzt.

Seit 15 Jahren rückt der Facharzt kleineren Schönheitsmakeln auf diese Weise zu Leibe. Drei Assistenzärzte arbeiten in seiner Praxis, dazu kommen 14 Arzthelferinnen: Gerade im Winter haben sie allerhand zu tun. Denn in der dunklen Jahreszeit lässt sich ein Risikofaktor der Laserbehandlung aufs Kleinste minimieren: die Sonne. „Wird die Haut nach einer Laserbehandlung ungeschützt der Sonne ausgesetzt, kann es zur Hyperpigmentierung kommen“, erklärt der 53-Jährige. Die behandelte Stelle kann sich also dunkel verfärben. „Deshalb entscheiden sich viele Patienten im Winter zu einer Behandlung.“ Bis zu drei Monate sollte man die gelaserte Stelle auf der Haut zur Not mit einem UV-Blocker schützen.

Hauptsächlich für Tätowierungen und Altersflecken

Besonders akut ist das bei Lasern, die es auf einzelne Pigmente abgesehen haben: Der Rubinlaser etwa wird hauptsächlich zur Entfernung von Tätowierungen oder Altersflecken eingesetzt. Er dringt punktförmig in die Haut ein, zerstört den gewünschten Hautfarbstoff, der wiederum von den Zellen abgebaut wird. Nur auf rote Pigmente hat es hingegen der Farbstofflaser abgesehen, der deshalb zur Entfernung von Flammenmuttermalen, Besenreisern sowie Blutadergeschwülsten verwandt wird.

Ganz anders arbeitet der CO2-Laser, mit dem 1995 das Laserzentrum seinen Anfang nahm. Er dringt nicht in die Haut ein, sondern trägt etwas von ihrer Oberfläche ab. In der Regel vor allem Hautwucherungen wie Warzen oder Verhornungen. Angeschafft wurde das Gerät aber vor allem zur Faltenglättung, „nur gab es dabei lange den Nachteil, dass die behandelte Fläche nässt und Patienten sich zwei Wochen lang nicht vor die Tür getraut haben“.

Der neue Fraxel-Laser

Deshalb also nun der neue Fraxel-Laser, eine „kleine Revolution der Laserbehandlung“, meint Dr. Rudolphi. Der Lichtstrahl geht durch die oberste Hautschicht, ohne diese zu beschädigen. „In der Tiefe behandelt der Laser Tausende mikroskopisch kleine Hautareale und regt so die Bildung von neuem körpereigenen Kollagen anregt.“ Kollagen ist ein Strukturprotein, das aus sehr festen Fasern besteht. Wenn die Haut altert, geht die Produktion neuer Fasern zurück, der Kollagenanteil nimmt ab. „Mit dem Fraxel-Laser wird er wieder erhöht, die Haut wird geglättet.“

Der Preis für eine Laserung variiert je nach Gerät und zu behandelnder Fläche zwischen 80 und 400 Euro. Die Kosten trägt der Patient.

Jugendliche sollten warten

Noch ist das Schmachtendorfer Laserzentrum Dr. Hermann Rudolphis Alleinstellungsmerkmal in unserer Stadt. Eng arbeitet er mit anderen Dermatologen aus dem Umkreis zusammen. Jeden Fall behandelt er aber nicht: „Patienten unter 18 Jahren müssen eine Einverständniserklärung der Eltern vorweisen, in der Regel plädiere ich bei Kindern und Jugendlichen aber eher zum Warten.“ Wichtig sei immer eine umfassende Beratung: „Wenn sich ein Patient mehr verspricht als machbar ist, lehne ich die Behandlung ab.“