Der Vonderner Lindwurm in seinen Einzelteilen

Vom anderen Stern? Erst bunte Kostüme machen den Besuch beim Zug in Vondern zum Spaß.
Vom anderen Stern? Erst bunte Kostüme machen den Besuch beim Zug in Vondern zum Spaß.
Foto: Funke Foto Services
5000 Narren feiern in Vondern den letzten Karnevalszug der Session. Kostüme, Musik, Wagen: So funktioniert am Rosenmontag ein Jeckentreck.

Oberhausen.. Alles hat ein Ende, nur der Lindwurm hat zwei: In Vondern feierten 5000 Narren rund um die Burg Vondern das Finale des Straßenkarnevals. Wir gehen als Erklärbär: So funktioniert ein Narrenumzug.

Kostüme: Alles auf bunt

Nur in der Wolljacke am Wegesrand stehen: mäßig spannend. Besser ist es, den Kleiderschrank auf links zu krempeln. Alles geht. Vor allem, wenn es bunt ist. Außergewöhnlichstes Kostüm in Vondern: Zwei Außerirdische als glitzernde „Silver Surfer“. Auch gut: zwei schmackhafte Erdbeeren. In der tollen Vonderner Sonne auch für reifere Semester möglich.

Wagen: Auf der Narrenbahn

Sicher, Karnevalszüge meiden die Schiene und setzen auf die Straße. Wagen, überall Wagen. In Vondern, nicht opulent, aber ausgesucht vorhanden. Sie können witzig sein oder nur einen neutralen Titel der Gesellschaft tragen. An der Burg setzte die gastgebende KG Blau-Gelb auf erste Variante. Sie buddelten auf ihrem Wagen in der Emscheraue und förderten prähistorische Funde zu Tage: „Der erste Karnevalszug der Welt!“ In der Hauptrolle: jecke Dinosaurier.

Musik: Ja, da simma dabei!

Musik fördert die Schunkelfreude. Beim Karnevalszug können dies singende Jecken am Wegesrand in Eigenregie organisieren. Oder aber man vertraut auf Kapellen, die das „Ja, da simma dabei!“ unter sich ausmachen. In Vondern schlängelt sich der Zug eng durch das Viertel. Vorteil: Mit der Schunkel-Hitparade aus dem Wohnzimmer heraus lässt sich noch am Straßenrand das Tanzbein bewegen. Praktisch!

Tollitäten: Prinz mit Kutsche

Regieren geht über Studieren: Bei den Karnevalszügen geben die Tollitäten den Ton an, zumindest, wenn sie hoch auf ihrer Narrenkutsche ein Mikrofon in der Hand halten. In Vondern reisten alle hiesigen Machthaber mit: Das Kinderprinzenpaar Lenja I. und Sebastian I. steuerte ein stolzes Schiff (mit eigener Kajüte). Das Dreigestirn um Prinz Michael I. fuhr im kleinen Flitzer mit. Und Stadtprinz Peter III. öffnete im Regentenmobil noch einmal das Sonnendeck. Allesamt einte zugleich ein Stück Wehmut: Sie verteilten zum letzten Mal in ihrem Amt Kamelle.

Wegesrand: die Schnapper

Wo stehen die Jecken? Überall! In Vondern aufgereiht wie eine Perlenkette am Bordstein. Oder mit Luftschlangen verziert auf der Fensterbank lehnend. Beliebt: Die Treppen in den Hausaufgängen der Zechenhäuser. Gut für beste Sicht und manche Schnapper.

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