Der Oberhausener Amtsrichter Peter Dück ist tot

Andrea Micke
Peter Dück verstarb plötzlich und überraschend.
Peter Dück verstarb plötzlich und überraschend.
Foto: WAZ FotoPool
Plötzlich und überraschend verstarb am Mittwochmorgen im Alter von nur 62 Jahren der Oberhausener Amtsrichter Peter Dück. Familie und Kollegen trauern um den Mann der klaren Worte. Seine Söhne sagen: „Einen besseren Vater hätte man sich nicht wünschen können.“

Oberhausen. Peter Dück, der seit 2001 als Richter und ständiger Vertreter des Direktors am Amtsgericht Oberhausen arbeitete, galt als ein Mann der klaren Worte. Die gab er auch gerne den Angeklagten mit auf den Weg. Gleichzeitig war der Richter für seine Souveränität und seinen Humor bekannt. Und er konnte hervorragend erzählen. Viele Geschichten in dieser Zeitung - auch über außergewöhnliche Gerichtsfälle - zeugen von einem Mann, der nicht im stillen Kämmerlein Recht sprach. Peter Dück war eine Person des öffentlichen Lebens und bei seinen Kollegen außerordentlich beliebt.

Wie sehr das Verhältnis der Kollegen zu ihrem Vater von Respekt geprägt war, erfuhr auch jetzt Peter Dücks Familie. „Meinem Vater war immer wichtig, dass die Arbeit weiterläuft, ganz gleich, wer sie tut“, erklärte am Donnerstag einer der beiden Söhne. Deshalb habe er auch persönlich das Gericht über den Tod des Vaters informiert. Die Anteilnahme, die die Familie dabei erfuhr, war enorm.

Ein wissbegieriger Mensch

Für die Familie kam der Tod völlig überraschend. Peter Dück sei kerngesund und topfit gewesen. Ein Sportler durch und durch, für den das A und O die Familie war. „Seine Frau, seine Söhne, die Enkelkinder, sechs Jahre und 13 Monate alt, und nicht zu vergessen, sein Hund Titan seien ihm das Wichtigste gewesen. Die Wochenende im Kreise seiner Lieben habe er immer genossen. Persönliche Interessen immer hinten angestellt, wenn es um die Familie gegangen sei. „Einen besseren Vater hätte man sich nicht wünschen können. Er war immer für uns da.“ Das sagen seine Kinder.

Sie schildern ihren Vater als unglaublich wissbegierigen Menschen. Das Land Amerika mit seinem Facettenreichtum habe ihm einen guten Nährboden für seine Wissbegierde geliefert. Als Sportler lief er selber drei Mal den New York Marathon mit. Sämtliche Literatur las er auf englisch. Auch seine E-Mails verfasste er gerne zwei- oder sogar dreisprachig, wenn neben dem Deutschen und Englischen auch das Lateinische ins Spiel kam. So begeistert wie Peter Dück von den Staaten war, ein solch glühender Anhänger war er von Apple. „Da war er absolut versiert“, sagen seine Söhne. Auch bei Gericht zelebrierte Peter Dück sein i-Pad, das er stets äußerst elegant aufklappte.

Peter Dücks Söhne sind sich sicher: „Unser Vater hat ein phänomenales Leben führen dürfen.“ Nur sei er viel zu früh gestorben.