Das Theater ist kultureller Botschafter der Stadt

Die Nora-Inszenierung eroberte das Züricher Publikum im Sturm.
Die Nora-Inszenierung eroberte das Züricher Publikum im Sturm.
Foto: Gerd Lepges

Oberhausen.. Mit „Nora“ auf Reisen. Das Theater Oberhausen hat die Fritsch-Inszenierung in Zürich gezeigt. Gerd Lepges, der Vorsitzende des Fördervereins, war wieder einmal bei der Tournee dabei. Sein Fazit: Die Inszenierung habe das renommierte Schauspielhaus im Sturm erobert.

„Insbesondere die jüngeren Besucher waren von der rasanten Regie Herbert Fritschs begeistert. Auch die darstellerische Leistung des Oberhausener Ensembles wurde in höchsten Tönen gelobt.

Die zwei Vorstellungen waren nahezu ausverkauft. Das Schauspielhaus Zürich ist das beste Sprechtheater in der Schweiz und gehört zu den führenden Theatern im deutschsprachigen Raum. In der NS-Zeit und während des Zweiten Weltkrieges war es das Exiltheater für viele aus Deutschland und Österreich vertriebene Künstler. In den 50er Jahren war es zeitweise die künstlerische Heimat Will Quadfliegs. Auch Günther Büch arbeitet in den 60er Jahren für diese Bühne („Kaspar“, „Der nackte Hamlet“).

Ein besonderes Ereignis

Intendant Klaus Weise inszenierte im Herbst 1995 am Schauspielhaus Zürich Shakespeares „Was ihr wollt“ als Ko-Produktion mit dem Theater Oberhausen. Das „Nora“-Gastspiel war daher für das Oberhausner Ensemble ein besonderes Ereignis.

Am 20. Oktober gibt es ein Gastspiel im Landestheater Niederösterreich St. Pölten. Im nächsten Jahr soll die Weltreise der „Nora“ weiter gehen. Anfragen liegen im Theater vor und werden derzeit verhandelt. Das Theater wird also weiterhin als kultureller Botschafter der Stadt Oberhausen unterwegs sein.“

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