Oberhausen

Coronavirus: Großveranstaltungen in NRW vor dem Aus! Experte warnt – „Auswirkungen wären extrem!“

Coronavirus in NRW: Großveranstaltungen, wie hier die Schlagernacht in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen, droht das Aus. (Archivbild)
Coronavirus in NRW: Großveranstaltungen, wie hier die Schlagernacht in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen, droht das Aus. (Archivbild)
Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Oberhausen. Das Coronavirus breitet sich immer weiter in Deutschland aus, allen voran in NRW. Die Auswirkungen auf das öffentliche Leben bekommen Tausende Menschen zu spüren.

Häusliche Quarantäne, Hamsterkäufe, geschlossene Arztpraxen, Schulen und Kindergärten. Auch zahlreiche Messen wurden wegen des Coronavirus bereits abgesagt. Jens Spahn ist das noch nicht genug. Der Gesundheitsminister empfiehlt Großveranstaltungen ab 1.000 Besuchern bis auf Weiteres abzusagen.

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„Bei uns herrscht deswegen große Unsicherheit“, sagt Henrik Häcker, Geschäftsführer der König-Pilsener-Arena in Oberhausen gegenüber DER WESTEN.

Wie bei anderen großen Veranstaltungsorten würde ein Verbot von Großveranstaltungen enorme Konsequenzen haben. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

Coronavirus in NRW: Verbot von Großveranstaltungen? „Die Auswirkungen wären extrem“

Der Ball liegt derzeit bei den Gesundheitsämtern vor Ort. Diese entscheiden letztlich von Fall zu Fall. „Wir haben zuletzt heute morgen Rücksprache mit der Stadt Oberhausen gehalten“, so Häcker. Doch noch sei die Entscheidung nicht gefallen.

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Diese Unklarheit sei das größte Problem. Bislang habe die Arena-Leitung alle notwendigen Schritte befolgt, etwa zahlreiche Hygienemaßnahmen getroffen. Ein generelles Verbot würde die Branche hart treffen. „Die Auswirkungen wären extrem“, prognostiziert Häcker.

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Pleite-Gefahr durch Coronavirus

Neun Veranstaltungen stehen im März in der König-Pilsener Arena noch an. Die gleiche Anzahl im April. Bei einer Absage würde es als erstes die Veranstalter treffen.

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Häcker geht davon aus, dass bei einem Verbot „viele kleine und mittelständische Veranstalter in absolute Liquiditätsprobleme kommen.“ Die Auswirkungen bekäme dann auch die Arena als Vermieter für die Konzerte zu spüren.

Was passiert mit Konzert-Tickets?

Sollte es soweit kommen, würde man sich um Ausweichtermine kümmern. Doch ob diese bei den vollen Terminkalendern von Künstlern und Arenen gefunden werden können, ist äußert zweifelhaft.

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Man muss davon ausgehen, dass im Falle eines Verbots viele Veranstaltungen abgesagt werden müssen. Viele Fans fragen sich nun, was in diesem Fall mit ihren Tickets passieren würde. Dazu gibt es laut Häcker keine klare Regelung. „Das hängt von der Versicherung der Veranstalter ab“, sagt er.

Der Geschäftsführer geht jedoch davon aus, dass viele Veranstalter eine Kulanz-Regelung finden würden.

Geschäftsführer hat eine dringende Bitte

Grundsätzlich findet Henrik Häcker die Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus bislang nachvollziehbar. „Wenn sich alle Besucher an Umgangsformen halten“, hält der Geschäftsführer Großveranstaltungen weiterhin für durchführbar.

Aber natürlich stehe die Gesundheit aller im Vordergrund. „Das wichtigste ist aber, dass die entscheidenden Experten mit kühlem Kopf entscheiden.“

Fußball-Spiele auf der Kippe

Inzwischen steht fest, dass das Coronavirus auch den deutschen Fußball betrifft. Das Spiel von Borussia Dortmund in Paris findet vor leeren Rängen statt. Ob die Spiele in Deutschland ebenfalls Geisterspiele werden, steht noch aus.

Die Entscheidungen treffen die lokalen Gesundheitsbehörden. Beim BVB-Spiel am vergangenen Samstag in Mönchengladbach blieben Hunderte Fans aus dem besonders betroffenen Kreis Heinsberg zu Hause.

 
 

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