Bündnis kritisiert Straßenumbau

Foto: FUNKE Foto Services

Im Jahr 2010 hat der Rat der Stadt Oberhausen beschlossen, an der Fernewaldstraße in Königshardt eine Linksabbiegerspur in die Straße Kleekamp und eine Mittelinsel zu errichten, die Fußgängern und Radfahrern das Überqueren der Straße erleichtern soll. 50 000 Euro wurden damals für diese Maßnahmen veranschlagt. Bisher wurde weder das eine noch das andere in die Tat umgesetzt. Das Bündnis Oberhausener Bürger (BOB) bezweifelt insgesamt, dass beide Maßnahmen einen Sinn haben.

Ausschreibung wird vorbereitet

Sabine Janclas, Fachbereichsleiterin Stadtentwicklung, hingegen betont: „Die Ausschreibungen werden derzeit vorbereitet. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.“

BOB-Geschäftsführer Dennis Vollmer wendet ein: „An dieser Stelle besteht kein Unfallschwerpunkt, der Abbiegerverkehr in den Kleekamp ist überschaubar. Auch zeigt unserer Meinung nach die Tatsache, dass sich Jahre nach dem Beschluss dieser Maßnahme noch nichts getan hat, dass auch die Stadt hier keine Priorität sieht.“ Sollte sie dennoch am Plan festhalten, eine Querungshilfe und eine Linksabbiegerspur zu installieren, schlägt das Wählerbündnis eine seiner Ansicht nach kostengünstigere Alternative vor.

Die Stadt will die Fernewaldstraße auf der Seite des Kleekamps erweitern. Vollmer: „Die Erweiterung erscheint uns auf der gegenüberliegenden Seite sinnvoller. Dort müssten weder Laternen noch Straßenschilder versetzt werden, was auf der jetzt geplanten Seite erforderlich wäre.“

Vielmehr könnte eine Straßenerweiterung auf der gegenüberliegenden Seite einen Grünstreifen von rund 1,75 Metern Breite nutzen: „Der Fahrradweg dort könnte versetzt werden.“ Dass auf dieser Seite der Fernewaldstraße ein Naturschutzgebiet anfängt, weiß auch das Wählerbündnis: „Dennoch wäre unserer Meinung nach dort genug Platz für die Erweiterung.“

Geht nicht, sagt allerdings Sabine Janclas: „Wir kämen zu nah an das Naturschutzgebiet, zudem müssten dort Bäume gefällt werden.“ Außerdem seien die Planungen ursprünglich vom Landesbetrieb Straßen NRW gemacht worden, da die Fernewaldstraße eine Landesstraße ist. „Die Stadt Oberhausen hat sie übernommen, weil uns die Umsetzung zu lange dauerte,“ sagt Janclas.

 
 

EURE FAVORITEN