Brennendes Gerümpel löst in der Markthalle in Oberhausen Großeinsatz aus

Andrea Micke, Marc Wolko
Pech hatten zwei Autobesitzer, deren Wagen direkt vorm Eingang des Anbaus geparkt gewesen waren. Die Feuerwehr musste die Autos gewaltsam öffnen und zur Seite schieben, um löschen zu können.
Pech hatten zwei Autobesitzer, deren Wagen direkt vorm Eingang des Anbaus geparkt gewesen waren. Die Feuerwehr musste die Autos gewaltsam öffnen und zur Seite schieben, um löschen zu können.
Foto: Jörg Vorholt/Wochenanzeiger
Großeinsatz für die Oberhausener Feuerwehr. In der Innenstadt wurde Dienstagnachmittag ein Feuer in der leer stehenden Markthalle gemeldet. Zum Glück war es aber nicht so dramatisch wie zunächst vermutet. Gebrannt hatte Gerümpel - jetzt ermittelt die Kripo.

Oberhausen. Um 15.50 Uhr geht bei der Feuerwehr ein Alarm ein: Die alte Markthalle an der Friedrich-Karl-Straße brennt. Zu diesem Zeitpunkt dringt überall Qualm aus dem vierstöckigen, leer stehenden Gebäude. Da sich die Situation zunächst dramatisch darstellt, rückt die Feuerwehr mit zwei Löschzügen von der beiden Feuerwachen in Stadtmitte und Sterkrade aus. „Zur Vorsicht“, sagt Einsatzleiter Rainer Porsch später.

Da hat sich die Lage bereits entspannt, ist das Feuer gelöscht. „Gebrannt hat dieser Garagenanbau“, zeigt Porsch auf ein flaches Gebäude an der Markthalle. Der Raum, der als Lager und Garage genutzt wird, ist voller Gerümpel. Blieben die Flammen glücklicherweise nur auf den Anbau begrenzt, konnte sich der Brandrauch im gesamten Gebäudekomplex ausbreiten. Porsch zeigt auf einen offen stehenden Aufzug in dem rußgeschwärzten Gebäudeteil. „Der Aufzug hat wie ein Kamin gewirkt“, sagt der Brandamtsrat. Der Rauch zog durch den Aufzug in alle Etagen.

Während ein Trupp der Feuerwehr mit den Löscharbeiten beschäftigt war, durchsuchten weitere Einsatztrupps das Gebäude auf Brandstellen und sorgen dafür, dass der Rauch aus der Markthalle abziehen kann. Dann sind die Brandermittler der Kriminalpolizei am Zug. Pech hatten zwei Autobesitzer, deren Wagen direkt vorm Eingang des Anbaus geparkt gewesen waren. „Wir mussten die Autos gewaltsam öffnen und zur Seite schieben, um hier löschen zu können“, zeigt Porsch auf zerbrochene Seitenfensterscheiben.

Während der Löscharbeiten, die bis 18 Uhr dauerten, war die Friedrich-Karl-Straße für den Verkehr gesperrt.