BOB streitet um richtigen Ton im Wahlkampf

Die Plakate von BOB hängen über das Stadtgebiet verteilt, im Bild der Saporoshje-Platz.
Die Plakate von BOB hängen über das Stadtgebiet verteilt, im Bild der Saporoshje-Platz.
Foto: WAZ FotoPool
Ein Wahlplakat des Bürgerbündnisses nennt die SPD eine „Spezialdemokratische Filzpartei“. Das sorgt für Kritik aus den eigenen Reihen. Die Oberhausener Sozialdemokraten wissen um das Plakat. „Wir setzen dagegen auf Inhalte.“

Oberhausen.. Das Bündnis Oberhausener Bürger (BOB) wirbt bei der anstehenden Kommunalwahl am 25. Mai für einen „Neuanfang“ in der Stadt. „Bürgernah, unabhängig und sachbezogen“ sind die drei Stärken, die sich BOB dabei auf die Fahnen schreibt. Der SPD dagegen, seit Jahrzehnten die maßgebliche politische Kraft in der Stadt, wird vom Bündnis der wenig schmeichelhafte Name „Spezialdemokratische Filzpartei“ verpasst. Diese Bezeichnung sorgt selbst unter Mitgliedern vom BOB für Diskussionen, eine Kritik lautet etwa, dass der politische Mitbewerber damit diffamiert werde.

„Eine bürgernahe, unabhängige und sachbezogen agierende Wählergemeinschaft wie BOB, hat es nicht nötig, den politischen Mitbewerber öffentlich über die Verunglimpfung dessen Namens zu diskreditieren, nur um dadurch die eigenen Wahloptionen mutmaßlich zu verbessern“, heißt es etwa von einem maßgeblichen Unterstützer des Bündnisses. Er kritisiert die Verwendung dieses Plakates. „Man reiht sich lediglich auf die Niveau-Ebene der unqualifiziert argumentierenden Wirtshauspolitiker ein, welchen man durch die Gründung des BOB doch ursächlich entgegenstehen wollte“, geht es weiter.

Bereits intern besprochen worden

Die SPD weiß um die Titulierung, die sie vom Bürgerbündnis verpasst bekommen hat. Das sei in den vergangenen Tagen bereits intern besprochen worden, erklärt Lena Kamps, Geschäftsführerin des Unterbezirks Oberhausen, auf NRZ-Anfrage. „Jede Partei oder Gruppierung muss für sich selbst entscheiden, wie sie auf ihren Wahlplakaten wirbt“, nimmt sie Stellung. „Wir setzen uns im Unterschied dazu für Inhalte ein und konzentrieren uns im Wahlkampf auf unsere eigenen Stärken.“ Seitenhiebe auf die politische Konkurrenz würde die SPD nicht austeilen.

 
 

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