Blickfänge

Vater und Sohn. Die Figur entdeckt man am Eingang des Heinrich-Heine-Gymnasiums. Foto: Christoph Wojtyczka
Vater und Sohn. Die Figur entdeckt man am Eingang des Heinrich-Heine-Gymnasiums. Foto: Christoph Wojtyczka
Foto: Christoph Wojtyczka / WAZ FotoPo

Schüler, die das Heinrich-Heine-Gymnasium besuchen, begegnen täglich der Skulptur, die sie „Lehrer und Schüler“ nennen. Sie steht an der Mülheimer Straße am Eingang rechts neben dem Tor zur Aula. Doch ihr Schöpfer, Prof. Helmuth Schepp aus Aachen, der in Oberhausen geboren wurde, hat sie „Vater und Sohn getauft“. So hat sich das Wasser, das der Vater aus einer Schale gießt und das der Sohn auffängt, in Bildung verwandelt.

Industriekultur

Doch schauen Sie mal kurz hinüber auf die andere Straßenseite. Dort dreht sich ein Rad, das daran erinnert, dass sich hier einmal eine Zeche befand. Sowas nennt man doch heute ein Stück Industriekultur.

Geschenk an die Stadt

Von hier aus ist’s nicht weit zum Rathaus. Auf dessen Vorplatz entdecken Sie einen leeren Betonsockel. Wenn Sie im Rathaus-Foyer nachschauen, sehen Sie das Modell von „Adamas“, der Skulptur, die der Künstler Günter A. Steinmann Oberhausen als Dankeschön an seine Heimat- und Geburtsstadt schenken wird, da er hier seine künstlerische Laufbahn begonnen hat. Sie wird am Freitag 1. Oktober, feierlich eingeweiht. Mitarbeiter des Rathauses haben sie bereits in „Kerzenständer“ umbenannt.

Steine im Bauch

Aus Steinen des alten Rathauses, 1873 erbaut und 1942 zerstört, ist die Säule, die neben dem Sockel zu finden ist. Eine Tafel berichtet, dass die Urkunden der Grundsteinlegung sowie die des 75-jährigen Stadtjubiläums eingemauert wurden. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite vor der Kulturvilla erblicken Sie den Kulturwächter. Er besteht aus rostigem Stahl und trägt Steine im Bauch. Auf einem Schild ist zu lesen, dass die Künstler Kuno Lange und Klaus Jost die 3,20 Meter hohe Figur mit der Messlatte 1996 der Stadt schenkten. Sie bedankten sich damit für die Nutzung der Atelierräume im „Kunsthaus Haven“ von 1992 bis 1994.

Symbol für Langsamkeit

Wer im Wilhelm-Meinicke-Park, der Grünfläche vor der Luise-Albertz-Halle ein bisschen sucht, entdeckt sie, umgeben von Hecken: die Schnecke. Über ihre Schönheit kann man streiten. Eine Tatsache hingegen ist, dass sie , mit roter Farbe aufgemalt, mittlerweile ein Katzengesicht trägt. Leider fehlt ein Hinweis darauf, wer sie schuf und warum sie hier steht. Als Symbol für die Langsamkeit etwa? Das wäre insofern witzig, als es in ihrer Nähe einmal ein Denkmal für Turnvater Jahn gegeben haben soll.

Kein Selbstportrait

Laufen Sie nun mal durch die Grillostraße an der Kurzfilm-Villa vorbei zur Ebertstraße, wo sich auf dem Ebertplatz vor dem Theater ein Beispiel besonders ästhetischer Stadtkunst befindet: „El Loko“ nennen viele die Plastik des aus Afrika stammenden Duisburger Künstlers, als hätte der seiner Figur den eigenen Namen gegeben. Es handelt sich aber keineswegs um ein Selbstportrait. „Trophäe“ ist der richtige Titel. Auch diese Schönheit aus Stahl ist mit einer beschrifteten Tafel versehen, damit, wer sie anschaut, weiß, dass es eine Dauerleihgabe des Kunstvereins Oberhausen ist.

Flächen und Formen

Während das Wandgemälde, „Die Verschwisterung der Zeitelemente“ des Essener Künstlers Hermann Baldenbach, gemalt 1987, das einmal den Bunker gegenüber dem Theater zierte, verschwunden ist, können Sie, wenn Sie nun von hier aus bis zur Bismarckstraße laufen, ein schönes Beispiel erhaltener Wandkunst sehen: „Ohne Titel“ heißt das Relief des Essener Künstlers Herbert Lungwitz, im Jahr 1964 geschaffen im Rahmen des Neubaus der Schule. Ohne Farbe gestaltet, wirkt es durch das Zusammenspiel von Flächen und Formen.

 
 

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