Belegschaft der Stoag Oberhausen wirbt für Straßenbahn 105

2015 sollen die Bürger Oberhausens entscheiden, ob der Lückenschluss der Straßenbahnlinie 105 gebaut wird.
2015 sollen die Bürger Oberhausens entscheiden, ob der Lückenschluss der Straßenbahnlinie 105 gebaut wird.
Foto: Ulla Emig/WAZ FotoPool
Betriebsrat der Stadtwerke Oberhausen wirbt für den längeren Lückenschluss der Linie 105. Der Stoag nach ist eine gute Anbindung von Centro-Ost nötig.

Oberhausen.. Der Betriebsrat der „Stadtwerke Oberhausen GmbH“ (Stoag) begrüßt die Initiative „Sag ja zur 105“. Auf zwei Betriebsversammlungen wurde die Belegschaft ausführlich über das Projekt informiert, dabei stellten sich auch der neu gewählte Stoag-Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Otto Runkler (FDP), weitere Aufsichtsratsmitglieder und die Geschäftsführung der Stoag den kritischen Fragen der Arbeitnehmer.

Die Antworten räumten einige Befürchtungen der Arbeitnehmer aus. In erster Linie wurde von der Stoag-Belegschaft eine Umsetzung des Koalitionsvertrages von SPD, Grüne und FDP zum Punkt „Überprüfung Taktung der Linie 112“ angeregt. Ein 15-Minuten-Takt, ohne dass Fahrgäste von Mülheim kommend an der Landwehr auf eine Bahn warten müssen, ist technisch möglich, und müsste zeitnah politisch realisiert werden, damit die Stoag fahrgastfreundlicher werden kann.

Der Verkehr nimmt zu

Die Stoag-Belegschaft unterstützt in ihrer Gesamtheit den bisher von der Stoag-Spitze und dem Rathaus geplanten Streckenverlauf für den Lückenschluss der Straßenbahnlinie 105 von Essen-Frintrop zum Centro. Stationen sollen dabei das Stahlwerkgelände, die Siedlung Ripshorst, das Metronom-Theater, die Marina/Sealife und Gasometer sein.

„Die von der CDU vorgeschlagene Variante mag zwar kostengünstiger sein, ist aber keinesfalls verkehrspolitisch sinnvoller“, meint Stoag-Betriebsratschef Michael Stemmer. „Eine Investition von etwa 50 Millionen Euro für eine Straßenbahn, die auf der Essener Straße ebenerdig im Stau steht und den Individualverkehr auf der viel befahrenen Kreuzung Osterfelder/Essener Straße extrem behindert, würde sich vermutlich als Schildbürgerstreich erweisen.“

Denn der Verkehr werde auf absehbare Zeit aufgrund von weiteren Neuansiedlungen auf dem ehemaligen Stahlwerksgelände und dem Ausbau der Siedlung Ripshorst eher zu als abnehmen. Da nun parteiübergreifend der Lückenschluss als Investition in die Zukunft gesehen werde, sollte man die Zukunft nicht durch „Geiz ist geil“ verbauen, meinen die Stoag-Arbeitnehmer.

 
 

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