Bahn ändert Pläne zum Ausbau der Betuwe-Linie in Sterkrade

Die Unterführung am Bahnhof Sterkrade ist für viele Bürger ein Angstraum. Auf Drängen der Stadt baut die Bahn den neuen Tunnel breiter.
Die Unterführung am Bahnhof Sterkrade ist für viele Bürger ein Angstraum. Auf Drängen der Stadt baut die Bahn den neuen Tunnel breiter.
Foto: Tom Thöne / WAZ FotoPool
Die Deutsche Bahn ändert ihre Pläne zur Betuwe-Güterbahnstrecke in Sterkrade. Der Fußgängertunnel am Bahnhof wird breiter, der Alsbach renaturiert.

Oberhausen.. Auf Drängen von Bürgern und der Stadt Oberhausen hat die Deutsche Bahn ihre Pläne zum Ausbau der Betuwe-Güterbahnstrecke in Sterkrade verändert.

Gleise werden so verlegt, dass die Brücke der A3 an der Weseler Straße nicht abgerissen und neugebaut werden muss. Die Brücke lässt die Deutsche Bahn vielmehr für das geplante dritte Gleis erweitern. Sperrungen sind zu erwarten. Am Sterkrader Bahnhof wird die von Bürgern als Angstraum bezeichnete Fußgängerunterführung künftig breiter. Der neue Tunnel soll sechs statt vier Meter messen. Um bebaute Grünflächen auszugleichen, renaturiert der Bahnkonzern zudem den Alsbach am ehemaligen Sterkrader Zechengelände. Das dort derzeit in einem Rohr fließende Gewässer soll sich im offenen Bachbett schlängeln.

Mehr Bürger haben Anspruch auf passiven Lärmschutz

Diese Änderungen stellte Stefan Ventzke, Projektleiter bei der Duisburg DB Netz AG für das Milliardenvorhaben Betuwe, Bürgern am Donnerstagabend vor. Die Bahn reagiert mit diesem sogenannten „Deckblattverfahren“ auf rund 600 Einwendungen, die Bürger und die Stadt zu den bisherigen Ausbauplänen gemacht hatten, wie Ventzke deutlich macht: „Wir haben einige Punkte aufgegriffen.“ Teurer oder günstiger werde der Sterkrader Betuwe-Abschnitt aller Voraussicht nach aber nicht.

Durch die neuen Überlegungen haben mehr Bürger als bisher Anspruch auf passiven Lärmschutz: An nunmehr 1261 Gebäuden auf der Strecke Sterkrade Bahnhof - Dinslaken werden Experten prüfen, ob dort etwa Lüfter, Schallschutzfenster oder eine neue Fassadendämmung nötig sind. Das sind 264 Gebäude mehr als bisher. Darunter sind vor allem Häuser in der Neubausiedlung am Vogelsangweg. Die Bahn hatte dieses Baugebiet bisher nicht berücksichtigt, nun aber auf Kritik der Bauherren reagiert. An der Höhe der geplanten Lärmschutzwände ändert sich hingegen nichts.

 
 

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