Bärbel Höhn tritt 2017 nicht mehr in Oberhausen an

Bärbel Höhn (63), war Ministerin in NRW und ist seit 2005 Bundestagsabgeordnete der Grünen.
Bärbel Höhn (63), war Ministerin in NRW und ist seit 2005 Bundestagsabgeordnete der Grünen.
Foto: WAZ FotoPool/ Ralf Rottmann
Die Grünen-Politikerin verzichtet auf eine erneute Bundestagskandidatur. Fahrplan der Parteien für die Kandidatenkür auf Bundes- und Landesebene.

Oberhausen.. Während bei den Sozialdemokraten das Kandidatenkarussell für die kommenden Landtags- und Bundestagswahlen bereits Fahrt aufgenommen hat, sind die anderen im Rat vertretenen Parteien noch nicht so weit. Fest steht allerdings schon jetzt: Die bekannte Oberhausener Bundestagsabgeordnete der Grünen, Bärbel Höhn, verzichtet auf eine erneute Kandidatur bei der nächsten Bundestagswahl im September kommenden Jahres.

Keine Sorge vor Langeweile

„Ich habe vor der vergangenen Wahl bereits gesagt, dass ich nur noch eine Legislaturperiode mache, wenn wir als Grüne in die Opposition gehen. So ist es ja gekommen und ich bin sehr zufrieden mit meiner derzeitigen Aufgabe als Vorsitzende des Umweltausschusses“, sagt Höhn.

An Langeweile werde sie nach ihrem Ausscheiden aber nicht leiden. Mit den Enkelkindern wolle sie viel unternehmen. Was die ehrenamtliche Arbeit betrifft, will Höhn da anknüpfen, wo sie schon jetzt aktiv ist: als Schirmherrin bei der Landesstiftung des Naturschutzbundes und bei der Bundesstiftung Umwelt sowie im Verein „Faire Welt“, der sich um soziale Projekte in Uganda kümmert. „Ich werde auf jeden Fall im Bereich Umwelt und Eine Welt weiter aktiv sein. Die Arbeit wird mir nicht ausgehen, zwar nicht für Geld, aber ehrenamtlich gibt es viel zu tun.“

Grüne stimmen über Nachfolge ab

Die Oberhausener Grünen wollen im September darüber abstimmen, wer in den Bundestagswahlkampf zieht. Bereits im Juni sollen die zwei Kandidaten für die beiden Landtagswahlkreise – die Landtagswahl ist im Mai 2017 – aufgestellt werden.

„Bei uns ist die Lage noch ganz entspannt“, sagt CDU-Parteigeschäftsführer Christian Benter. Am 5. September soll die Vertreterversammlung über die Landtagswahlkandidaten entscheiden. Die Findungsphase soll bis zum Sommer abgeschlossen sein. Die Nominierung des Bundestagskandidaten sei nicht vor Ende Oktober zu erwarten. Nicht äußerte sich Benter zu der Frage, ob die derzeitigen CDU-Abgeordneten – Wilhelm Hausmann (Landtag), Marie-Luise Dött (Bundestag) – erneut antreten. Er dementierte es aber auch nicht.

Die Linken werden im kommenden Oktober/November ihr Kandidatenpaket für die Landtagswahl schnüren. Im Juni 2017 erfolge dann die Wahl des Bundestagskandidaten. Derzeit ist Niema Movassat Mitglied der Bundestagsfraktion der Linken.

Bei der FDP sollen bis zum kommenden Sommer die Kandidaten für Landtag und Bundestag aufgestellt sein. Ob es Interessenten gibt? „Dazu sage ich nichts“, so FDP-Geschäftsführerin Regina Boos.

 
 

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