Autor aus Oberhausen entwickelt ein eigenes Würfelspiel

Christian Elsbernd stellt sein neues Würfelspiel vor.
Christian Elsbernd stellt sein neues Würfelspiel vor.
Foto: FUNKE Foto Services
Ein DinA4 großes Spielfeld und 144 Würfel: Christian Elsbernd aus Oberhausen hat das Spiel „Würfelstraße“ entwickelt. Er möchte sich auch der virtuellen Spielewelt entgegenstellen.

Oberhausen.. Reihum fliegen die Würfel übers Brett. Grüne, gelbe, rote oder blaue. Wer mit den Würfeln eine Zahlenstraße bauen kann, wirft noch einmal, ansonsten ist der Nächste dran. So weit so simpel. Seine erste Prämisse hat Christian Elsbernd somit schon mal erreicht: Einfach soll sein neu entwickeltes Brettspiel sein. Jeder soll es spielen können, vom Kind bis ins hohe Alter.

Zweiter Punkt bei der Spieleerfindung war die Einzigartigkeit. Elsbernd, eigentlich gelernter Einzelhandelskaufmann, entschied sich nach seinem Ausscheiden aus der Arbeitswelt noch einmal unter die Spieleentwickler zu gehen. „Ich mag das Gesellige dabei. Sich gegenüber zu sitzen, reden und gemeinsam lachen.“

Partner fürs Projekt gesucht

Elsbernd hat sich viel vorgenommen für sein Brettspiel „Würfelstraßen“, doch der Oberhausener ist überzeugt von seiner Idee. „Alle Ziele, die ich mir stecke, erreiche ich auch“, sagt Elsbernd und wirft eine Hand voll Würfel über den Tisch. Fünf Jahre lang hat Elsbernd an seiner Idee gefeilt, Spielemessen abgeklappert und passende Partner gesucht. Nun hält der 50-Jährige sein eigenes Spiel in den Händen. Ein DinA4 großes, laminiertes Feld mit acht bunten Reihen, einem Becher und Würfeln in vier Farben. „Um einen passenden Lieferanten für die Würfel zu finden, habe ich ein halbes Jahr gesucht.“ Schließlich fand Elsbernd einen Produzenten in Bayern, der dem Entwickler einen guten Preis machte.

Das Besondere an „Würfelstraßen“? Für den Erwerb des Spiels müssen Interessierte in einen Verein eintreten. Aus diesem Verein soll später ein Ligasystem für die Spieler entstehen.

Mit „Würfelstraßen“ möchte sich Elsbernd auch der virtuellen Spielewelt entgegenstellen. „Die Geselligkeit geht durch das Internet und durch Videospiele immer mehr verloren.“ Auch deswegen plant Elsbernd ein bundesweites Turnier in Gaststätten. Flink blättert er durch seinen dicken Ordner. Einlaminierte Vereinssatzungen, Turnierlisten, Termine. Insgesamt 160 Veranstaltungen plant der Autor für 2016.

Auftaktveranstaltung mit Testturnier am 25. Juni

32 Wochenenden und feste Daten im Brauhaus zur weiteren Mitgliederwerbung sind angesetzt. Die Auftaktveranstaltung mit Testturnier soll am 25. Juni im Brauhaus am Centro stattfinden. Ab 10 Uhr können sich Brettspielbegeisterte dort erstmals messen. Maximal dürfen sich 160 Leute für das Turnier anmelden. Die Startgebühr beträgt fünf Euro.

Verkaufen würde Elsbernd seine Idee niemals, auch nicht wenn ein großer Verlag an die Tür klopft. „Da könnten die mir fünf Millionen Euro bieten“, sagt Elsbernd.

Lange Zeit war der gelernte Einzelhandelskaufmann selbstständiger Geschäftsmann. Besaß ein Taxi-Unternehmen, lebte zwischenzeitlich ein Jahr auf Gran Canaria und verkaufte zuletzt als Selbstständiger Kachelöfen. Doch eine Erkrankung warf Elsbernd vom Spielfeld. Er war ausgebrannt, antriebslos und musste Privat-Insolvenz anmelden. Heute reize ihn nicht mehr das große Geld. „Ich komme gut zurecht und bin einfach froh, wieder eine Aufgabe zu haben.“

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