Aufsicht soll Rutschen im Bad bei Stau sperren

Die Situation fand WAZ-Leser Sven Seidler nicht ungefährlich: Als der Familienvater unlängst mit Frau und Kindern im Aquapark schwimmen war, gab es einen Zwischenfall an einer der Rutschen. Um andere Badegäste zu ärgern, hatten sich Jungs in der Röhre festgekeilt und stauten so den Rutschbetrieb. Seidler bat die Aufsicht nach eigenen Angaben, die Rutsche zu sperren und bekam als Antwort, dies sei bei dem Betrieb nicht möglich. „Dabei soll doch Sicherheit an oberster Stelle stehen“, wundert sich der Mülheimer.

Dass Jugendliche mit Flöhen im Kopf, früher hätte man Halbstarke gesagt, Unsinn auf den Rutschen im Oberhausener Freizeitbad treiben, kommt gar nicht so selten vor. Deshalb gibt es an Wochenenden, in den Ferien und nachmittags an Feiertagen auch einen Sicherheitsdienst im Bad, der die Rutschen beaufsichtigt, erklärt Badleiter Timo Schirmer auf WAZ-Nachfrage. Wenn in der Röhre Quatsch gemacht werde, „dann sperrt der Mitarbeiter, der oben an der Rutsche steht, den Zugang, das Wasser wird abgestellt und die Leute, meistens sind es Jugendliche, werden unten in Empfang genommen“, sagt Timo Schirmer. „Sie werden verwarnt oder auch des Bades verwiesen.“ Warum bei dem Vorfall, den Sven Seidler schildert, die Rutsche nicht gesperrt wurde, kann Schirmer nicht nachvollziehen, „es gibt dahingehend eigentlich eine klare Anweisung für die Schwimmmeister“. Möglicherweise sei die Aufsicht gerade mit einem Erste-Hilfe-Fall beschäftigt gewesen, Schirmer wollte dies nachprüfen. Es gehe darum Risiken in diesem Bereich zu minimieren, so der Badleiter.

Den Oberhausener Aquapark in der Neuen Mitte besuchen rund 1000 Gäste pro Tag, an Wochenenden sind es rund 2000 Badegäste. Der beste Tag war bisher 2015 der Pfingstmontag mit 2300 Gästen.

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