Aregus Service - Unternehmer packt Probleme der Großen an

Eckart Hillenkamp ist Chemieingenieur und vieles mehr.
Eckart Hillenkamp ist Chemieingenieur und vieles mehr.
Foto: AREGUS Services
In seinem Ein-Mann-Betrieb deckt Eckart Hillenkamp alle möglichen komplizierten Arbeitsfelder ab.

Oberhausen. Sein Büro ist alles andere als beeindruckend: Schreibtisch, Computer, Schrank mit Aktenordnern und Papieren, alles auf vielleicht 18 Quadratmetern. Das war’s. Wer sich aber mit Eckart Hillenkamp unterhält, über seinen Lebenslauf, sein Ingenieurbüro und seine Tätigkeitsfelder, der kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Der Mann hat wirklich eine Menge drauf.

„Ich brauche kein besonderes Büro. Das Besondere ist mein Wissen, das ich im Kopf habe“, sagt er selbstbewusst. Die Liste seiner Kompetenzen ist lang: Chemieingenieur Technische Chemie, Sicherheitsingenieur, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Energieeffizienz-Auditor, Umwelt-Auditor, Datenschutzbeauftragter, Betriebsbeauftragter für Abfall und, und, und.

Ob Umweltschutzbelange, chemische Prozessabläufe, Produktionsverbesserungen, Arbeitssicherheit oder Brandschutz: „Ich kann alle Themen abdecken, in meinem Ein-Mann-Betrieb.“

Langjährige Ausbildung

Nach einer Ausbildung zum Chemielaboranten, Ingenieurstudium mit dem Spezialbereich Technische Chemie, der Gründung eines Start up-Unternehmens mit der Uni Duisburg, mehreren Berufsjahren beim US-amerikanischen Konzern PPG Industries und der Infratec Duisburg GmbH folgte schließlich 2011 die Gründung seiner Firma Aregus Services mit Sitz in Oberhausen. Zu deren Kunden zählen unter anderem namhafte Autokonzerne im In- und Ausland, die Chemie-, Halbleiter-, Lack- und Metallindustrie.

Für sie ist Eckart Hillenkamp eine Art „Troubleshooter“: also einer, der Probleme aktiv angeht, zielgerichtet und möglichst schnell löst.

Ein Beispiel: Der italienische Zulieferer eines deutschen Automobilkonzerns hatte Schwierigkeiten bei der Produktion. Man bat um schnelle Hilfe. Hillenkamp fuhr hin und verbesserte die Abläufe. Als Fachmann für Managementsysteme und aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit in der Lackindustrie wusste er, wo er ansetzen musste. Nach einiger Zeit fluppte alles wieder: Die Prozessabläufe griffen besser ineinander, das Produkt erfüllte alle Qualitätsanforderungen des Automobilkonzerns und Ressourcen konnten auch noch gespart werden.

Mit Softwarelösungen beschäftigt sich Hillenkamp übrigens auch. Und mit Sicherheitstechnik, etwa dem PAAG-Verfahren. Diese Abkürzung steht für „Prognose, Auffinden der Ursache, Abschätzen der Auswirkungen, Gegenmaßnahmen ergreifen“. „In Einzelheiten zu gehen, das würde aber wohl zu weit führen“, meint Hillenkamp.

Ein anderes Arbeitsfeld ist die Beschäftigung mit psychologischen Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz: Das sei nicht nur für große, sondern in zunehmendem Maße auch bei kleineren Firmen ein Thema, sagt Hillenkamp: „Die Berufsgenossenschaften spielen da eine Rolle.“

Hillenkamp könnte wohl noch sehr viel mehr von seiner Arbeit berichten, doch er hat jetzt einen Termin: Studenten der Universität Duisburg/Essen kommen, um mit ihm zu sprechen. Mit Kollegen hat er ein Netzwerk für die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gegründet. „Lebenslanges Lernen ist wichtig. Das habe ich früh verinnerlicht“, sagt der 48-Jährige. Man nimmt es ihm sofort ab.

Wer mehr wissen möchte: www.aregus.de.

 
 

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