Oberhausen

Grusel-Fund: Hunde-Kadaver liegt tagelang in Oberhausener Gebüsch

Diesen Hunde-Kadaver wurde in Oberhausen gefunden.
Diesen Hunde-Kadaver wurde in Oberhausen gefunden.
Foto: privat
  • Hunde-Kadaver in Müllsack verpackt im Gebüsch verscharrt
  • Tierliebhaberin hat ihn zum Tierarzt gebracht
  • Wer hat Bello das angetan?

Oberhausen. Wer macht denn so etwas? Es ist ein Anblick, der jedem Tierfreund das Blut in den Adern gefrieren lässt.

Tagelang lag in Oberhausen an der Ecke Grenzstraße zur Lothringer Straße ein toter Hund, in einem Müllsack verpackt, verscharrt in einem Gebüsch.

Misshandelt oder angefahren? Dieser Anblick schockt Tierfreunde

Ein anderer Hund hatte den Kadaver gefunden und war nicht wieder aus dem Gebüsch hervorgekommen. Als sein Herrchen auf die Suche ging, fand er den in einem Müllsack verpackten Kadaver und postete anschließend ein Bild davon auf Facebook.

Christina Paasche vom „Tote Hunde e.V.“ nahm sich dem Kadaver an. „Er hatte große Hämatome und Wunden. Es sieht so aus, als wäre er von einem Auto angefahren oder misshandelt worden“, erzählt sie. „Der Hund ist auf jeden Fall keinen natürlichen Tod gestorben.“

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Hund war halbherzig verscharrt worden

Bei dem Hund handelt es sich um einen Mischling aus Dackel, Yorkshire Terrier und noch einer weiteren Rasse. „Das kann man schlecht beurteilen. Dass er an der Rute langes Fell hat, spricht eigentlich für einen Yorkie Mix. Mit Schlappohren wie ein Dackel“, so die Expertin.

Der Hund war offenbar halbherzig verscharrt worden. „Der Hund war in zwei Decken gepackt. Es war ein kleines Loch gebuddelt, in dem der Hund lag. Aber nicht tief genug“, so die Hundeliebhaberin. „Es war auf jeden Fall kein würdiger Ort für eine Bestattung - alles war voller Müll.“

Tier trug keinen Chip bei sich

Das Tier lag offenbar auch schon seit längerem im Gebüsch: „Er hat auf jeden Fall schon ziemlich gestunken.“ Auch Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe hatten sich am Freitagmorgen schon auf die Suche nach dem Tier gemacht, konnten es im Gebüsch aber nicht finden. Das erklärte ein Sprecher der Stadt gegenüber DER WESTEN.

Christina Paasche hat mithilfe des Finders am Mittag den Kadaver zu einem Tierarzt in der Nähe gebracht. Sie hofft nun, den Besitzer noch ausfindig machen zu können, bevor der Vierbeiner in der Tierentwertung landet.

Das Problem: Einen Chip, mit dem die Herkunft des Tieres ermittelt werden könnte, hatte der Vierbeiner nicht bei sich. Kleinhunde müssen nicht zwangsweise gechipt sein.

Christina kümmert sich ehrenamtlich um angefahrene und entlaufende Tiere. Sie ist Teil des Teams von „Tote Hunde e.V.“. Für die Tierliebhaberin ist das eine Herzensangelegenheit: „Ohne uns würden viele Besitzer häufig nie über das Schicksal ihre Lieblinge erfahren.“

 
 

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