Alternativen überprüfen

Die Stoag untersagt die Mitnahme von E-Scootern: Diese Nachricht will nicht so recht in die aktuelle Zeit passen, in der sich viele Kommunen die Inklusion groß auf die Fahne geschrieben haben. Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben soll eher Heute als Morgen zur Realität werden – diese Grundüberzeugung wird allerorten geteilt. Dass nun aber in Oberhausen und vielen anderen Städten Gehbehinderte ausgeschlossen werden, lässt aufhorchen. Doch lohnt ein zweiter, genauerer Blick auf die Hintergründe.

Zwar ist die Mitnahme von E-Scootern ab dem kommenden Montag in Bussen und Bahnen der Stoag untersagt – Behinderte mit einem elektrischen Rollstuhl werden jedoch weiterhin transportiert. Zudem müssen die Bedenken ernst genommen werden, dass E-Scooter während der Fahrt umkippen und somit Fahrgäste gefährden können. Ein Aussperren auf Dauer ist dennoch zu einfach und keine Alternative. Verkehrsunternehmen und Hersteller von E-Scootern müssen sich um Sicherungsmöglichkeiten für diese Gefährte Gedanken machen – schnellstmöglich.

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