Aidshilfe will Ängste vor Risiken nehmen

„Positiv zusammen leben“ lautet das Motto des heutigen Welt-Aids-Tages. Auch die Aidshilfe Oberhausen will darauf aufmerksam machen, dass man heutzutage in Deutschland aufgrund der modernen Therapiemöglichkeiten gut mit HIV leben kann, mit Diskriminierung aber nicht. Die alltägliche Diskriminierung HIV-positiver Menschen sei oft Thema in Beratungsgesprächen des Vereins. So steht 2015 der Abbau von Ängsten hinsichtlich der Ansteckungsrisiken im Vordergrund der Aktionen rund um den 1. Dezember.

Älter werden mit HIV

„Älter werden mit HIV“ ist ein weiteres präsentes Thema in der Beratungsstelle. Denn wegen der guten Therapiemöglichkeiten haben die meisten Menschen mit HIV eine fast normale Lebenserwartung. Aktuell sind in Oberhausen etwa ein Drittel 50 Jahre oder älter. Die älteste Ratsuchende ist 77 Jahre alt. Das Ziel der Aidshilfe Oberhausen ist es, in den nächsten Jahren die medizinische und pflegerische Versorgungsstruktur für diese Klientel zu verbessern, denn deren Unterbringung in stationären Einrichtungen erweise sich oft als schwierig. Zu groß sei die Angst bei Personal und Bewohnern vor einer Ansteckung. Hier bietet die Aidshilfe Schulungen für medizinisches Personal an.

Vier bis sechs neu angesteckt

Rund 100 HIV-positive Menschen und rund 45 An- und Zugehörige werden von der Aidshilfe Oberhausen e.V. dauerhaft und kostenfrei betreut. Fast ein Drittel sind Menschen mit Migrationshintergrund. 13 Nationen sind vertreten. Schätzungen zufolge geht man davon aus, dass sich im Jahr 2015 vier bis sechs Oberhausener Bürger mit HIV neu infiziert haben. Die 25 ehrenamtlichen Mitarbeiter leisten jedes Jahr um die 2000 Stunden. Gerne nimmt der Verein weitere Ehrenamtler auf.

 
 

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