Acht Bomben werden in Oberhausen entschärft - Sperrungen aufgehoben

Acht Bomben waren auch für den erfahrenen Sprengmeister Peter Giesecke und sein Team vom Kampfmittelbeseitigungsdienst ein Novum.
Acht Bomben waren auch für den erfahrenen Sprengmeister Peter Giesecke und sein Team vom Kampfmittelbeseitigungsdienst ein Novum.
Foto: Klaus Micke / WAZ FotoPool
Bei einer Sammelentschärfung in Oberhausen-Holten wurden am Freitagvormittag hintereinander acht Bomben unschädlich gemacht. Die sieben britischen und eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe waren beim Emscherumbau entdeckt worden. Nach zweieinhalb Stunden war die Entschärfung beendet, die Sperrungen sind wieder aufgehoben.

Oberhausen.. Sieben britische und eine amerikanische Fünf-Zentner-Fliegerbomben mit Aufschlagzünder sind in den vergangenen Wochen beim Emscherumbau in Oberhausen gefunden worden. Die Blindgänger, die sich im Bereich der Flugstraße sowie auf einer Grünfläche in Holten befinden, wurden am Freitagvormittag hintereinander vom Kampfmittelräumdienst entschärft. Es ist das erste Mal in Oberhausen, dass acht Bomben während einer Sammelentschärfung unscharf gemacht wurden.

"Acht Bomben zu entschärfen - das hatten wir in der Tat noch nie. Wir waren im Vorfeld auch nur von sechs ausgegangen, doch seit Mittwoch wurden noch zwei weitere gefunden. Und es liegen in dieser Ecke sicher noch einige mehr", prophezeit Stadtsprecher Martin Berger bereits weitere solcher Sammel-Entschärfungen.

"Es werden wohl jetzt alle paar Tage Bomben gefunden", ergänzt der Stadtsprecher. Da sei dieses Vorgehen, wie es die Stadt bereits im Frühjahr angekündigt hatte, sinnvoll. "Das Gebiet, auf dem die Bomben gefunden wurden, war der frühere Standort der Ruhrchemie und im Zweiten Weltkrieg ein beliebtes Ziel", so Berger weiter. Acht Bomben waren allerdings auch für den erfahrenen Sprengmeister Peter Giesecke und sein Team vom Kampfmittelbeseitigungsdienst ein Novum.

Zweieinhalb Stunden dauerte die Sammel-Entschärfung insgesamt - 140 Minuten nach der ersten Entschärfung um 9.20 Uhr vermeldete Einsatzleiter Reiner Süsselbeck vom Ordnungsamt der Stadt Oberhausen Vollzug: "Bei der Aktion lief alles genau nach Plan. Die Sperrung der stark befahrenen Weißensteinstraße konnte auch direkt nach der ersten Entschärfung wieder aufgehoben werden."

Der erste Blindgänger befand sich an der Flugstraße im nördlicheren Bereich des Sperrgebietes, das nun für die weiteren Entschärfungen verkleinert wurde. So waren auch die Drostenkampstraße sowie die Bahnstraße bis zur Otto-Roelen-Straße nach einer kurzen Sperrung wieder befahrbar. "Es gab keinen Stau oder Verkehrsbehinderungen", weiß Stadtsprecher Martin Berger.

Innerhalb eines Gefahrenbereiches im Radius von 250 Metern von den Fundstellen befanden sich auch einige Haushalte an der Kurfürsten- und Flugstraße sowie am Bruchsteg. Etwa 50 Personen waren betroffen und mussten ihre Wohnungen verlassen. Die Zufahrtswege in diese Bereiche waren seit 8.30 Uhr gesperrt. Während dieser Zeit konnte der Holtener Markt nicht von den Bussen des ÖPNV angefahren werden.

Auch Menschen in Duisburg-Röttgersbach betroffen

"Die Bomben lagen alle unproblematisch und auch alle nur einen Steinwurf voneinander entfernt", so Stadtsprecher Berger. Betroffen von den Sperrungen war auch Duisburger Stadtgebiet. Rund 270 Einwohner von Röttgersbach, deren Häuser in der Sicherheitszone liegen, durften sich bis zum Ende der Entschärfungen nicht im Freien aufhalten.

 
 

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