Ablehnung besonders im Norden

Die Linie 105 wird nicht nach Oberhausen verlängert.
Die Linie 105 wird nicht nach Oberhausen verlängert.
Foto: Lars Heidrich
Die niedrigste Wahlbeteiligung gab es beim Ratsbürgerentscheid in Lirich-Süd. In Schmachtendorf stimmten 68 Prozent gegen die 105.

Oberhausen.. Die Wahlbeteiligung beim ersten Ratsbürgerentscheid in Oberhausen war überschaubar: Nicht einmal jeder vierte Wahlberechtigte machte von seinem Stimmrecht Gebrauch und beteiligte sich an der Abstimmung über die Fortführung der Straßenbahnlinie 105.

Die Wahlbeteiligung belief sich auf 23,26 Prozent – von 164.154 Bürgern machten demnach nur 38.176 ein Kreuz auf dem Wahlzettel. Im Stimmbezirk Lirich-Süd war die Zurückhaltung besonders ausgeprägt. Dort machten sich nur 8,7 Prozent der Wahlberechtigten auf den Weg ins Stimmlokal.

Nur in vier Stimmbezirken lag die Beteiligung über 20 Prozent

Auch in den Bezirken Osterfeld-Mitte und Stadtmitte-Süd kletterte die Wahlbeteiligung nur knapp über die Marke von zehn Prozent, 10,58 beziehungsweise 10,76 Prozent der Bürger stimmten dort ab.

Nur in vier Stimmbezirken lag die Beteiligung über 20 Prozent – in Alstaden-West, Königshardt, Sterkrader Heide und Sterkrade-Nord. Dort, in Sterkrade-Nord, konnte die höchste Beteiligung verzeichnet werden. Immerhin 22,66 Prozent der 6557 Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab.

Nur fünf Bezirke „Pro 105“

Für die Verlängerung der 105 stimmten nur fünf Stimmbezirke, Stadtmitte-Süd, Stadtmitte-Nord, Lirich-Süd, Sterkrade-Mitte-Süd und Osterfeld-Mitte. In Stadtmitte-Nord gab es mit 54,42 Prozent die höchste Zustimmung für das Infrastrukturprojekt.

Auf besonders große Ablehnung traf die 105 im Norden Oberhausens. So votierten mehr als zwei Drittel der Schmachtendorfer gegen die Verlängerung der Straßenbahn, genau 68,53 Prozent der abgegebenen Stimmen waren ein „Nein“. In Alstaden-Nord (65,37 Prozent), Königshardt (65,36 Prozent), Sterkrade-Nord (64,96 Prozent) und Alstaden-West (63,35 Prozent) sprachen sich ebenfalls besonders viele Bürger gegen die Verlängerung der Straßenbahnline 105 aus.

 
 

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