150 Jahre St. Joseph

Ein Bild aus früheren Zeiten.
Ein Bild aus früheren Zeiten.
Foto: WAZ FotoPool
Die Styrumer Gemeinde St. Joseph feiert ihren 150. Geburtstag. Zum Auftakt der Festivitäten am 19. März wird Ruhrbisch Franz-Josef Overbeck erwartet.

Oberhausen.. 150 Jahre Kirchengemeinde St. Joseph in Styrum. 4600 Gemeindemitglieder leben hier noch im übertragenden Sinn im Schatten des Kirchturms, der, 73 Meter hoch, prägend ist für das Gemeindebild und liebevoll „Styrumer Dom“ genannt wird. Rund um die Kirche, „Mitten im Leben“, wollen die Styrumer Christen den Geburtstag feiern. Am 19. März geht es los, auch Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck kommt zu Besuch.

Immerhin: Von den Gemeinden der Großpfarrei Herz Jesu ist St. Joseph die älteste und wohl dennoch am Puls der Zeit. Vielleicht haben die Organisatoren des Festes als Logo auch deshalb eine Herzkurve gewählt. Eine, „wie sie bei einem gesunden Menschen zu sein hat“, sagt Gemeinderatsvorsitzender Christoph Kron.

Kirche bildet sich in Herzkurve ab

Mitten in dieser Herzkurve bildet sich die Kirche ab. In der ist auch der große Auftakt der Festivitäten des Jubiläumsjahres geplant. Am 19. März, dem Josephs-Tag. Um 18 Uhr wird zur einer festlichen Messe eingeladen, die Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck feiern wird. „Danach treffen sich alle Gäste im Pfarrheim“, sagt Pastor Holger Schmitz.

Dieser Auftaktveranstaltung folgen weitere. Unter anderem in der Zeit vom 18. bis zum 26. Mai eine Pfingstnovene, eine geistliche Impulsreihe zur Vorbereitung auf das Pfingstfest, auf den Geburtstag der Kirche schlechthin.

Gleich zwei Festwochen sind im September geplant. Von „15 Tagen“ spricht Kron. Und der Pfarrer von Herz Jesu, Peter Fabritz, scherzt: „150 Festtage wären zu teuer geworden.“ Die Festwochen würden von den Gruppen der Gemeinde gestaltet, erklärt Kron. „An jedem Tag gibt es eine andere Veranstaltung“, kündigt Kron an. Eine gute Gelegenheit, das Gemeindeleben zu erfahren, das sich überraschend vielfältig gestaltet.

Umfangreiches Angebot

Ob nun die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung zu einer Stadtrundfahrt zur Oberhausener Industriegeschichte einlädt, die Katholische öffentliche Bücherei einen Rezitationsabend unter dem Motto „Prost-Mahlzeit“ mit Jürgen Hinninghofen anbietet, die Jugend eine Jugendmesse feiert oder die Senioren tagen, das Angebot ist sehr umfangreich.

Herausragend ist sicherlich ein großes Kirchenkonzert am 9. September, bei dem der Kirchenchor der Gemeinde gemeinsam mit weiteren Chören der Pfarrei, Solisten und Orchester das Oratorium „Die letzten Dinge“ von Louis Spohr aufführen wird.

Die Festivitäten enden schließlich am 15. September mit einer Vorabendmesse, die Weihbischof Franz Vorrath feiern wird, der vor Jahren selbst einmal Pfarrer in St. Joseph war.

Geschichtliches

Zur Geschichte: St. Joseph wurde am 13. Oktober 1862 gegründet. „Damals war es erst ein Rektorat, noch keine Pfarrgemeinde im juristischen Sinn“, erklärt Peter Fabritz, Pfarrer der Großpfarrei Herz Jesu.

Wiener Rathaus

Erst 1889 wurde St. Joseph eine eigenständige Gemeinde, von der wieder nach und nach weitere Rektorate und Pfarreien abgetrennt wurden; so im Jahr 1899 die Gemeinde Herz-Jesu, im Jahr 1897 die Gemeinde St. Antonius, im Jahr 1922 die Gemeinde „Zu unserer lieben Frau“, die allerdings erst 1957 eine selbstständige Rektoratspfarre wurde.

In St. Joseph selbst gab es anfangs zunächst nur eine Notkirche. Die heutige neugotische Kirche wurde 1874 eingeweiht. Errichtet wurde sie übrigens von dem berühmten Baumeister Friedrich von Schmidt, der auch das Wiener Rathaus gebaut hat.

Auch die heutige Gemeinde St. Joseph hat noch eine Besonderheit. Sie ist eine städteübergreifende. Einige Teile der Oberhausener Gemeinde liegen in Mülheim.

 
 

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