Trilux gelingt Arbeitsplatz-Wandel

NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (Zweiter von rechts) beim Betriebsrundgang mit Vertretern der Firma Trilux und der IG Metall.
NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (Zweiter von rechts) beim Betriebsrundgang mit Vertretern der Firma Trilux und der IG Metall.
Foto: WP

Hüsten..  Bei einem Besuch der Firma Trilux würdigte am Donnerstag NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider die Sozialpartnerschaft zwischen Geschäftsleitung, Betriebsrat und IG Metall bei der Neustrukturierung der Arbeitsprozesse für die kontinuierlich zunehmende Produktion von LED-Leuchten.

Mit Blick auf „Industrielle Produktion 4.0“ sagte Schneider, dass es Trilux durch Vereinbarungen mit Betriebsrat bzw. Gewerkschaft gelungen sei, Mitarbeiter für die industrielle Digitalisierung des Lichts weiterzuqualifizieren und somit die Arbeitskraft mit der neuen Technologie zu verbinden. Der Mensch werde von der Maschine nicht entmündigt, es gebe weiterhin menschliche Arbeitsabläufe.

Bei Trilux muss niemand vor menschenleeren Werkshallen Angst haben, in denen der Roboter den Ton angibt. Hiervon konnte sich Minister Schneider am Donnerstag selbst überzeugen, als er bei einem Betriebsrundgang mit Mitarbeitern aus der Trilux-Produktion sprach. Neben der Geschäftsleitung und leitenden Angestellten wurde der Minister von Vertretern des Trilux-Betriebsrats und der IG Metall begleitet.

Im Gespräch mit unserer Zeitung zeigten sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter zufrieden darüber, den Umbau von Arbeitsplätzen, der mit der LED-Leuchtenproduktion verbunden ist, durch systematische Weiterqualifizierung der Mitarbeiter gemeistert und sozial verträgliche Lösungen gefunden zu haben. „Das ist wahrlich nicht selbstverständlich, wenn man mal auf andere Betriebe in Deutschland blickt. Trilux-Geschäftsleitung, Betriebsrat und IG Metall haben gute Vereinbarungen geschlossen, die jetzt Früchte tragen. Es ist kein Zufall, dass Arbeitsminister Schneider jetzt die Firma Trilux besucht und hier ein gelungenes Beispiel für die digitalisierte Arbeitswelt findet“, betont der Arnsberger IG-Metall-Chef Wolfgang Werth.

Programm „Speed“ läuft

Die Neustrukturierung der Arbeitsprozesse wird bei Trilux im Sach- und Personalbereich deutlich. Seit Anfang 2015 wird das knapp 5 Millionen Euro umfassende und auf zwei bis drei Jahre angelegte Programm „Speed“ umgesetzt. Hierbei wurden/werden unter anderem Hallen komplett saniert, ein neues Lagersystem installiert und auch eine neue Lackieranlage geschaffen. Seit vielen Jahren läuft bereits das Programm „TOP“ = Trilux-Optimierungs-Prozess.

Es geht um effektives und effizientes Arbeiten. Trilux-Geschäftsführer Dietmar Zembrot betont: „Wir wollen die vielfältigen, auf unsere Kunden individuell zugeschnittenen Aufträge möglichst schnell, bedarfsgerecht und kostengünstig erfüllen.“ In den einzelnen Abteilungen gebe es wöchentliche Besprechungen, um den Optimierungsprozess fortzuführen.

Gute Auftragslage

Trilux-Geschäftsführer Dietmar Zembrot ist mit der Auftragslage für das Hüstener Leuchtenunternehmen sehr zufrieden. „Mit Blick auf den von uns angepeilten Umsatz für das Jahr 2015 liegen wir voll im Plan“, sagte er lächelnd auf Anfrage unserer Zeitung. Beim Rundgang durch das Werk wurde auch mitgeteilt, dass im Hüstener Trilux-Werk bereits Zusatzschichten gefahren werden, um die bestehenden Auftrage abzuarbeiten.

Die Umsetzung der Ansprüche an die digitalisierte Arbeitswelt fallen - im Vergleich zu anderen Unternehmen, wo die Standorte für Produktion, Verwaltung, Logistik weit auseinander liegen - im Hüstener Werk räumlich leichter, weil die einzelnen Abteilungen an einem Ort vertreten sind und insofern die Arbeitsplätze gut vernetzt werden können.

Laut Betriebsrat zählt das Hüstener Trilux-Werk zurzeit rund 1300 Mitarbeiter. Insgesamt betreibt die Trilux-Gruppe neun Produktionsstandorte in Europa und Asien sowie 26 Tochtergesellschaften weltweit. Zum Geschäftsbereich Licht gehören Trilux, Oktalite und Zalux, zum Bereich Elektronik zählen BAG, ICT und watt24. In Deutschland unterhält Trilux neun regionale Kompetenzcenter. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen Trilux weltweit mehr als 5000 Mitarbeiter.

 
 

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