Stadt soll Unfallgefahr auf Möhnetalradweg beheben

Martin Schwarz
Aus einer unübersichtlichen Kurve kommt ein Radfahrer zum Vorschein.Wenn er nicht stark genug abbremst, könnte er gegen eine Wand (links)  knallen
Aus einer unübersichtlichen Kurve kommt ein Radfahrer zum Vorschein.Wenn er nicht stark genug abbremst, könnte er gegen eine Wand (links) knallen
Foto: WP
  • Unübersichtliche Unterführung unter Neheimer Möhnebrücke (L 745, Richtung Moosfelde) birgt Unfallgefahr
  • Politiker Gerd Schulte fordert Verwaltung zum schnellen Handeln auf
  • Städtischer Planungschef Thomas Vielhaber bemüht sich um Etat-Mittel im Jahr 2017

Neheim.  Eine scharfe S-Kurve auf dem Neheimer Möhnetalradweg erhitzt die politischen Gemüter. Der Neheimer Politiker Gerd Schulte legte den Finger in die Wunde, als er im städtischen Planungsausschuss auf die Unfallgefahr in der Radweg-Unterführung unter einer Neheimer Möhnebrücke hinwies. Die betroffene Unterführung befindet sich unter der Landstraße L 745, Richtung Moosfelde, knapp hinter der Kreuzung Werler Straße in Höhe der Straße „Möhneufer“. Der Radweg macht an dieser Stelle zwei scharfe 90-Grad-Kurven, wobei beide Kurven starkes Gefälle aufweisen.

„Nach meiner Kenntnis hat es hier schon Unfälle gegeben. Auf dem abschüssigen Abschnitt ist ein aus Richtung Ense kommender Radfahrer gegen die Unterführungswand geprallt, weil er nicht scharf genug abbremste. Aus dem gleichen Grund ist auf der gegenüberliegenden Seite ein Radfahrer in den Schotter- und Grünbereich gestürzt“, berichtete Gerd Schulte. Dem Politiker ist auch bekannt, dass auf diesem unübersichtlichen Radweg-Abschnitt die Gefahr besteht, dass ein Radfahrer mit einem anderen Radfahrer oder mit einem Fußgänger kollidiert, wenn er um die Kurve biegt. Denn er kann nicht sehen, ob jemand kommt.

Radfahrer bestätigt Schultes Kritik

Als sich unsere Zeitung gestern die Unfallgefahrenstelle anschaute und zufällig der Enser Franz Danne-Rasche auf seinem Fahrrad den Möhnetalradweg an dieser Stelle befuhr, wurde Schultes Kritik vollauf bestätigt. „Ich bin hier zwar noch nicht gestürzt, habe aber selbst an dieser Stelle schon brenzlige Situationen erlebt“, erzählt der Enser, der den Möhnetalradweg oft befährt.

Auch dem städtischen Planungschef Thomas Vielhaber ist diese Stelle des Möhnetalradwegs gut bekannt. „Unser Haushalt sieht aber für eine Entschärfung der Situation erst Mittel für 2018 vor, aber ich bemühe mich, dass diese Mittel auf das Haushaltsjahr 2017 vorgezogen werden“, sagt Thomas Vielhaber, der selbst ein leidenschaftlicher Radfahrer ist.

Gerd Schulte schlägt als Lösung des Problems vor, die jetzige scharfe S-Kurve durch einen schräg unter der Brücke angelegten Radwegabschnitt zu ersetzen. Er hofft, dass die Stadt schnell handelt, bevor noch mehr Unfälle passieren.