Stadt reagiert auf Unfallgefahr in Hüsten

Nexhmije Bytyqi und ihr sechsjähriger Sohn Arlind auf dem Fußgängerüberweg auf der Heinrich-Lübke-Straße. Im Hintergrund sieht man auf der Fahrbahn die durchgezogene Linie, die  längs der Bushaltestelle verlängert werden soll.
Nexhmije Bytyqi und ihr sechsjähriger Sohn Arlind auf dem Fußgängerüberweg auf der Heinrich-Lübke-Straße. Im Hintergrund sieht man auf der Fahrbahn die durchgezogene Linie, die längs der Bushaltestelle verlängert werden soll.
Foto: Ted Jones
  • Hüstenerin weist Polizei und Stadtverwaltung Arnsberg auf Unfallgefahr auf Heinrich-Lübke-Straße hin
  • Pkw- und Lkw-Fahrer, die einen Bus überholen, gefährden Fußgänger, die unweit die Straße überqueren
  • Stadt wird durchgezogene Linie auf Fahrbahnmitte verlängern

Hüsten.  Auf eine Unfallgefahrenstelle auf der Heinrich-Lübke-Straße weist die 34-jährige Hüstenerin Nexhmije Bytyqi hin. Die aus dem Kosovo stammende Mutter von vier Kindern hat es schon mehrfach erlebt, dass Fußgänger auf dem Zebrastreifen des Kreisverkehrs von heranbrausenden Autos oder Lastwagen gefährdet wurden.

Ungeduldige Pkw- und Lkw-Fahrer

Laut Bytyqi ergibt sich folgende Situation: „Wenn auf der Heinrich-Lübke-Straße ein Bus an der Haltestelle gegenüber dem Lidl-Markt in Fahrtrichtung Arnsberger Straße hält und dahinter wartende, ungeduldige Auto- oder Lkw-Fahrer zum Überholen ansetzen, am Bus vorbeihuschen und dann kurz vor dem Zebrastreifen am Kreisverkehr wieder einscheren, müssen diese Fahrer stark abbremsen, um nicht mit Fußgängern zu kollidieren, die am Kreisverkehr auf dem Zebrastreifen die Heinrich-Lübke-Straße überqueren.“

Nexhmije Bytyqi hatte daher die örtliche Polizei und die WP/WR-Lokalredaktion eingeschaltet, damit die Unfallgefahr gemindert wird. In ihrem Anliegen steht die Hüstenerin keineswegs allein. Sie nannte unserer Zeitung weitere Familien, die dies auch fordern. So meldete sich zum Beispiel auch Peter Dierkes aus Hüsten. Seine Tochter nutzt - wie auch zwei Söhne von Bytyqi - den Extra-Schulbus zur Franz-Joseph-Koch-Schule. „Was sich insbesondere frühmorgens rings um den Schulbus und andere Linienbusse abspielt, kann man nur als akute Unfallgefahr beschreiben: Auto- und Lkw-Fahrer gefährden Fußgänger“, so Dierkes.

Der neue Hüstener Polizeibezirksdienstbeamte Andreas Schlender nahm sich der Sache an, sprach mit Nehmije Bytyqi und machte Fotos von der Gefahrenstelle. Ergebnis: Er schlug der Stadtverwaltung Arnsberg vor, die bestehende, durchgezogene Linie auf der Fahrbahnmitte vor dem Kreisverkehr um einige Meter Richtung Lidl-Markt zu verlängern, damit hinter dem Bus wartende Pkw- oder Lkw-Fahrer diese durchgezogene Linie auch wahrnehmen. Die bisherige kurze durchgezogene Linie auf der Fahrbahnmitte vor dem Kreisverkehr kann ein Autofahrer nicht sehen, wenn er hinter dem Bus wartet.

Erfolgreiche Beschwerde

Gestern teilte die Stadtverwaltung Arnsberg unserer Zeitung mit, dass sie dem Vorschlag der Polizei folgt. „Die durchgezogene Linie auf der Fahrbahnmitte wird bis in Höhe der Bushaltestelle verlängert“, so die Pressestelle der Stadt Arnsberg. Die Anstricharbeiten auf der Fahrbahn könnten allerdings bei Frost oder Nässe nicht erfolgen. Hier bittet die Stadt noch um etwas Geduld. Polizeibeamter Schlender freut sich, dass die Stadt schnell reagiert hat, und dankt Nexhmije Bytyqi für ihren Hinweis.

Bezirksdienstbeamter kündigt Überwachung an

Dass allein eine verlängerte durchgezogene Linie einige ungeduldige Autofahrer vor dem Überholen haltender Busse abhalten könnte, könnten kritische Bürger mit Recht bezweifeln. Deshalb wird der Hüstener Polizeibezirksdienstbeamte Andreas Schlender bei seinen Streifengängen verschärft auf die Situation an den Bushaltestellen achten und zu schnelle Überholvorgänge sowie das Überfahren der jetzigen durchgezogenen Linie vor dem Kreisverkehr ahnden.

Die künftig verlängerte durchgezogene Linie wird nicht die Zu- und Abfahrt des benachbarten Lidl-Parkplatzes beeinträchtigen.

 
 

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