Stadt Arnsberg plant neuen Rad-Expressweg

In Hüsten, Schützenwerth hinter Kress: Ein Teil des geplanten Radexpresswegs
In Hüsten, Schützenwerth hinter Kress: Ein Teil des geplanten Radexpresswegs
Foto: WP

Arnsberg.  Schon lange gibt es Interessenskonflikte zwischen Spaziergängern und Radfahrern auf dem stark frequentierten Ruhrtal-Radweg im Arnsberger Stadtgebiet. Gleichzeitig wird das Radfahrer immer populärer und ambitionierte Radfahrer, die aus beruflichen Gründen zwischen Wohnort und Arbeitsstelle pendeln, reagieren genervt, wenn gemütlich fahrende Hobby-Radler oder Spaziergänger mit Hunden ein schnelles Weiterkommen nicht zulassen. Umgekehrt sind manche Spaziergänger und Hobby-Radler genervt vom Geklingel heranrauschender Sport-Radfahrer.

Da die schon oft erhobene Forderung, Fuß- und Radweg auf dem Ruhrtalradweg zu trennen, an manchen Stellen gar nicht praktikabel ist und darüber hinaus die Stadt die umweltfreundliche Zweirad-Anfahrt zum Arbeitsplatz fördern möchte, entstand die Idee eines Radexpresswegs.

Das von der Stadtverwaltung Arnsberg beauftragte Essener Planungsbüro Davids, Terfrüchte + Partner stellte jetzt im städtischen Planungsausschuss eine erste Konzeptstudie für eine „Rad-Autobahn“ von Voßwinkel bis Alt-Arnsberg vor. Grundsätzlich hält das Planungsbüro die Schaffung eines Radexpresswegs im Arnsberger Stadtgebiet für sinnvoll, da sich längs der Ruhr die Arnsberger Hauptsiedlungspunkte befinden und somit die Nachbarorte auf dem Fahrrad leicht erreicht werden könnten.

Neue Strecke auf Ruhr-Nordseite

Um nun das Radfahren auch im Sinne einer schnellen Streckenbewältigung attraktiver zu gestalten, schlägt das Büro die Schaffung eines zusätzlichen Radexpressweges auf der anderen Ruhr-Seite - gegenüber dem Ruhrtalradweg, der natürlich erhalten bleibt - vor.

Das Büro untersuchte die neu geplante Strecke auf der Ruhr-Nordseite nach folgenden Gesichtspunkten: Streckenführung, Breite und Belag des Weges, Topografie, Frequenz,Kurvigkeit, Kreuzungen mit Straßen, Direktheit, Service, Orientierung und Beleuchtung.

Das Büro kam zu dem Ergebnis, dass durchaus auf einigen Streckenabschnitten ein solcher Weg schon heute machbar wäre, doch an einigen Schlüsselstellen noch erhebliche Probleme aufwirft. Problemstellen sind unter anderem die Bereiche Tiergartenstraße / Arnsberger Burgweg, Brücke Hammerweide / Wehr am Wannebach, der verengte Radweg im Bereich „In der Kuhle“ im Neheimer Ohl sowie die anschließende Kreuzung mit dem Bergheimer Weg.

Zu diesen Schlüsselstellen stellte das Büro verschiedene Trassenvarianten vor. Ein Beschluss fasste der Planungsausschuss zu den detaillierten Punkten allerdings noch nicht, allerdings erfolgte einstimmig der Auftrag an die Stadtverwaltung Arnsberg, das Vorhaben „umsetzungsorientiert weiterzuverfolgen.“

Der Radexpressweg zwischen Voßwinkel und Arnsberg soll in einzelnen Abschnitten realisiert werden. Für problematische Stellen wird derzeit noch an Lösungen gearbeitet. Für einen Radexpressweg könnte die Stadt Arnsberg Landesfördermittel beantragen. Die bewilligungsfähige Zuschusshöhe kann bis zu 70 Prozent der Baukosten betragen. Wie sind nun die Radfahrzeiten zwischen den einzelnen Stadtteilen? „Ich brauche vom Rathaus in Neheim bis zum Alten Rathaus am Alten Markt in Arnsberg 25 Minuten“, sagt der städtische Planungschef Thomas Vielhaber.

 
 

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