Schülern Berufsfindung erleichtern

Die Bürgerstiftung Arnsberg  mit ihrem Vorsitzenden Andreas Bremke (links) stellt mit Vertretern der IHK, Handwerkskammer, Stadt Arnsberg und Kolping-Bildungswerk „ProBe 2017“ vor.
Die Bürgerstiftung Arnsberg mit ihrem Vorsitzenden Andreas Bremke (links) stellt mit Vertretern der IHK, Handwerkskammer, Stadt Arnsberg und Kolping-Bildungswerk „ProBe 2017“ vor.
Foto: Schwarz
  • Das Berufsorientierungs-Projekt ProBe beschreitet neue finanzielle Wege zur Projektförderung
  • Die Bürgerstiftung Arnsberg als Hauptförderer sucht ProBe-Paten, die jährlich 300 Euro spenden
  • Spendern wird Win-Win-Situation geboten

Arnsberg.  In der Berufsfindungsphase sollen Arnsberger Schüler möglichst praxisnah Orientierung erhalten. Hierfür setzt sich die Bürgerstiftung Arnsberg bei der finanziellen Förderung des Projekts „Pro Berufsorientierung / ProBe“ ein.

Die Bürgerstiftung macht dies bereits seit 2008 und hat dabei insgesamt fast 1600 Haupt- und Förderschüler auf einen erfolgreichen Berufsstart vorbereitet. Bisher investierte die Bürgerstiftung insgesamt 370 000 Euro in ProBe. Ab dem Schuljahr 2017/18 richtet sich das Projekt auch an Sekundarschüler aus der Stadt Arnsberg.

Bei künftig steigenden Teilnehmerzahlen möchte die Bürgerstiftung aber nicht mehr wie 2016 fast allein das Projekt vor Ort finanzieren. „Wir suchen ProBe-Paten, die der Bürgerstiftung 300 Euro im Jahr spenden möchten und damit eine Patenschaft für einen Jugendlichen in der Berufsorientierungsphase übernehmen wollen“, berichtet Andreas Bremke, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Arnsberg.

Der 300-Euro-Betrag bezieht sich auf die Pro-Kopf-Aufwendungen der Bürgerstiftung für Schüler, die im 1. Schulhalbjahr der 9. Klasse zweimal sechs Wochen lang an einem Nachmittag zwei Berufe in Werkpraxisphasen kennenlernen können. Zur Berufsauswahl stehen Bäcker/in, Konditor/in, Holztechnik, Bau und Bauausbau, Verkauf, Elektrotechnik, Farbtechnik, Körperpflege/Friseur/in, Gartenbau, Metalltechnik, Gesundheitswesen / Sozialassistenz, Gastronomie und Hotellerie, Hauswirtschaft sowie Sanitär/Heizung/Klimatechnik. Die Werkpraxisphasen finden in heimischen zentralen Ausbildungsstätten des Handwerks (bbz) oder des Kolping-Bildungswerks oder in der Gemeinschaftslehrwerkstatt Neheim-Hüsten oder in den Berufskollegs Eichholz und Berliner Platz statt.

Win-Win-Situation geschaffen

Bei der Auswahl der Berufe, die Schüler kennenlernen können, spiegelt sich der Mangel an Bewerbern in einigen Ausbildungsberufen des Handwerks, aber auch im technisch-.gewerblichen Bereich der Industrie wider. Genau an dieser Stelle betont die Bürgerstiftung dann die Win-Win-Situation für Betriebe, die eine Patenschaft im ProBe-Projekt übernehmen wollen. „Nach den Werkpraxisphasen können ProBe-Paten in Vorstellungsgesprächen als erste Betriebe die ProBe-Teilnehmer kennenlernen und so möglicherweise geeigneten Nachwuchs für die eigene Firma finden“, sagt Andreas Bremke.

Etwa 250 Teilnehmer im Jahr 2017

Die Bürgerstiftung Arnsberg geht davon aus, dass mindestens etwa 250 Haupt-, Förder- und Sekundarschüler im ersten Schulhalbjahr 2017/18 am Projekt ProBe teilnehmen. „Nach derzeitigem Stand würde die Bürgerstiftung die Kosten für knapp 100 Schüler übernehmen. Wir suchen deshalb noch mindestens 150 ProBe-Paten“, erklärt Andreas Bremke und befeuert die Such-Aktion mit einem Hinweis. „Für jeden Paten, der bis Ende 2016 eine Beitrittserklärung unterschreibt, ist die Bürgerstiftung bereit, noch einmal 300 Euro draufzulegen, um die Kosten für einen weiteren Schüler zu finanzieren.

ProBe konzentriert sich auf Haupt-, Förder- und Sekundarschüler der Klasse 9

Das Projekt „ProBe“ gibt’s nur noch in Klasse 9 (nicht mehr in den Klassen 7 und 8), weil das NRW-weite Projekt „Kein Abschluss ohne Anschluss“ („KAoA“) frühere Aufgaben von ProBe in den Klassen 7 und 8 übernahm. So werden insbesondere theoretische Elemente und Praxiseinführungen in den Klassen 7 und 8 über „KAoA“ abgedeckt. In der Regie von ProBe verbleibt in der Klasse 9 die intensive Werkphase mit späteren fiktiven Bewerbungsgesprächen.

 
 

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