Sanierung des Neheimer Möhneturms beginnt

Nach der Sanierung wird der Möhneturm nicht mehr durchgängige Fensterbänder haben. Das Plakat zeigen John Engeln (links, Baufirma Pellikaan) und Bernd Lepski (wfa)..
Nach der Sanierung wird der Möhneturm nicht mehr durchgängige Fensterbänder haben. Das Plakat zeigen John Engeln (links, Baufirma Pellikaan) und Bernd Lepski (wfa)..
Foto: Ted Jones/WP

Neheim..  15 Jahre stand der Möhneturm leer, gestern begann endlich die Sanierung des 40 Meter hohen Gebäudes an der Neheimer Möhnestraße. Als Eigentümer der Immobilie beauftragte die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Arnsberg (wfa) das Bauunternehmen Pellikaan mit der Ausführung der Arbeiten. Die Firma Pellikaan, hat bereits das Freizeitbad NASS errichtet sowie die großen Umbauarbeiten zum Kaiserhaus ausgeführt. Beim Möhneturm fungiert sie als Generalunternehmer im Auftrage der wfa. Ein Großteil der Handwerksarbeiten wurde an heimische Betriebe vergeben.

Pellikaan-Geschäftsführer John Engeln berichtete, dass das Hochhaus ab sofort komplett entkernt werde. Es bleibt nur das statische Gerippe stehen. Alle Innenwände und die komplette alte Elektro-, Wasser-, Abwasser-, Heizungs- und Lüftungs-Installation werden entfernt und dann erneuert. In die Fassade werden neue Fenster in neuer Anordnung eingebaut. In die bisherigen durchgängigen Fensterbänder werden einzelne Wandelemente eingesetzt, damit neue Innenwände gezogen werden können. Die Fensterbrüstungen in den Obergeschossen bleiben erhalten. Im Hochhaus werden auch zwei neu Aufzüge eingebaut, davon einer speziell fürs ibis-Hotel.

Die baulichen Sanierungsarbeiten sollen im Dezember 2016 abgeschlossen sein. Im Dezember 2016 soll ibis bereits mit dem Einrichten der Hotelzimmer beginnen können. Apropos ibis: Das benachbarte ibis-Hotel erhält in den ersten drei Obergeschossen über dem an der Möhnestraße gelegenen Erdgeschoss Räumlichkeiten für insgesamt 32 zusätzliche Hotelzimmer mit 64 Betten. Im Erdgeschoss wird sich künftig die Hotel-Lobby mit bodentiefen Fenstern sowie die Hotel- und Tagungsrezeption befinden. Zwischen Hotel und Kaiserhaus gibt es bauliche Gehwegverbindungen.

An weiteren Flächen im zehngeschossigen Hochhaus hat die wfa bereits das 5. und 6. Obergeschoss komplett vermietet. Auf einer kompletten Ebene zieht ein auswärtiges Ingenieurbüro ein, das sich in Neheim neu ansiedelt. Auf der anderen kompletten Ebene wollen heimische Firmen ein neues Kooperationsprojekt mit Dienstleistungen für die Stadt und Region starten (deren Arbeit stellt unsere Zeitung noch vor). Das Untergeschoss ist auch schon (teilweise als Lager) vermietet. Noch frei sind das 4., 7. und 8. OG mit jeweils 360 qm Nutzfläche, die jeweils auch halbiert oder gedrittelt werden können.

HINTERGRUND

Kaiser-Leuchten hatte das zehngeschossige Hochhaus als Verwaltungsgebäude gebaut und 1971 eingeweiht. Ende der 70er Jahre zog Thorn als Erwerber von Kaiser-Leuchten ein. Nachdem Thorn im Jahr 2000 die Reste der Produktion nach Dortmund verlegt hatte, zog vor-übergehend Hartmann & Unger aufs Gelände. Diese Firma separierte das Hochhaus vom Immobilienbesitz und verkaufte es an private Investoren. Deren Projekte kamen aber nie zum Tragen. Erst als Anfang 2015 die wfadas Hochhaus erwarb, wurde die Haussanierung forciert.

 
 

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