Piratenpartei setzt auch in Arnsberg Segel

Angelika Beuter
Foto: privat

Arnsberg. Er ist ein ganz normaler Jugendlicher aus dem Sauerland. Der 18-jährige Daniel Wagner aus Bruchhausen hat ein nicht ganz normales Hobby: Er interessiert sich für Politik. Genauer für die Piratenpartei.

Gemeinsam mit dem gleichaltrigen Sven Salewski, mit dem er schon seit Kindertagen befreundet ist, initiierte er den Stammtisch der Piratenpartei in Arnsberg. Am kommenden Dienstag, 4. Oktober, ab 19.30 Uhr laden die Piraten in die Gaststätte „Zum alten Schloss“ in Arnsberg, Schlossstraße 21, ein. Der Stammtisch soll künftig an jedem ersten Dienstag im Monat zur selben Zeit am selben Ort stattfinden.

Ein „lockeres und offenes Treffen der Piratenpartei auf Ortsebene“ soll es werden. Über aktuelle politische Themen sowie die Koordination und Planung gemeinsamer Aktionen soll gesprochen werden. Aktuell stehen der Erfolg des Berliner Wahlkampfs, ein Infostand in der Neheimer Fußgängerzone und Tagespolitik an, heißt es in der Einladung. Neben Mitgliedern der Piratenpartei sind auch interessierte Bürger eingeladen.

Daniel Wagner ist seit 31. August 2011 Parteimitglied, sympathisiert aber schon seit Anfang 2008 mit der Piratenpartei. Die Forderung nach mehr Transparenz und Offenlegung habe ihn überzeugt.

Er hat Stammtische in Soest und Warstein besucht und sich nun entschlossen, gemeinsam mit seinem Freund Sven Salewski, von Beruf Biologisch-Technischer Assistent und ebenfalls aus Bruchhausen, auch in Arnsberg einen Stammtisch auf die Beine zu stellen. Dort gab es bis vor zwei Jahren bereits ein solches Angebot: „Das wurde aber mangels Mitgliedern eingestellt.“ Das soll nun anders sein, meint er: „Es gibt frischen Wind durch die Berlin-Wahl.“ Und auch dank des erweiterten Parteiprogramms verspricht er sich größeren Zuspruch in seiner Heimatstadt. Dennoch bleibt der 18-Jährige zurückhaltend mit seinen Erwartungen: „Wir rechnen nicht mit allzu vielen Leuten“ , sagt Daniel Wagner, der eine Ausbildung zum Fachinformatiker der Systemintegration absolviert.

Welcher Themen sich die Piratenpartei speziell in Arnsberg annehmen möchte, vermag er noch nicht konkret zu sagen: „Schuldenabbau“ sei sicherlich ein großes Thema im gesamten Kreis, Bildungspolitik auch. Aber er gesteht auch freimütig, dass man sich vor Ort erst einmal kundig machen müsse: „Da müssen wir noch viel erarbeiten.“ Jetzt gehe es erst einmal darum, in Arnsberg anzukommen.