Nicht einigeln, sondern bewusst an die Öffentlichkeit treten

Karl-Heinz Keller

Hüsten.  Es ist bereits gute Tradition geworden, dass die Pfarrgemeinde St. Petri Hüsten die ehrenamtlichen Mitarbeiter aus den verschiedenen Gremien und Verbänden an der Schwelle des neuen Kirchenjahres, das am 1. Advent beginnt, zum Kirchen-Neujahrsempfang einlädt.

Als Abend der Begegnung, um Danke zu sagen für all die Zeit, die in eine lebendige Gemeindearbeit fließt. Für das Engagement, das mitunter über das normale Maß hinaus geht. Für die Verbundenheit mit und in der Pfarrei mit deren ehemals selbstständigen Gemeinden St. Petri und Hl. Geist Hüsten, St. Maria Magdalena Bruchhausen, St. Hubertus Müschede, St. Antonius Herdringen, St. Johannes Holzen, St. Petri Oelinghauen und St. Georg Oelinghauser Heide.

So folgten Freitag nach dem Auftakt-Gottesdienst in St. Petri etwa 150 Ehrenamtliche der Einladung ins Petrushaus, wo sie von Pfarrer Daniel Meiworm herzlich begrüßt wurden - 117 Tage nach seinem Amtsantritt. Zugleich sprach er seinen Dank allen aus, „die mich in Hüsten herzlich willkommen geheißen haben, was Mut macht und mich in meinem Tun stärkt.“

Pfarrer Meiworm dankte vor allem auch denen, die in der Zeit des Pfarrerwechsels Überlegungen für den Übergang angestellt haben - das Pastoralteam und die Mitarbeiter/innen im Pfarrbüro, im Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand. Auch denen, die die Pastorale in den Ortsgemeinden mitgestalten, galt sein Dank, ohne die Kirche ärmer und nicht mehr so präsent wäre.

Er sprach auch von Umbrüchen, „in denen wir mitten drin sind, weshalb in den verschiedenen Gremien überlegt wird, wie wir Kirche vor Ort leben können, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein.“ Dazu zählen u. a. die Familienpastorale, das Feiern der Wortgottesdienste und der Dienst des Beerdigens durch Laien: „Drei große Felder, die wir angehen.“ Es werde darauf ankommen, wie man sich als Glaubensgemeinschaft, als Kirche, nach außen präsentiere und nicht etwa einigele in den Kirchenräumen: „Wir müssen nach außen treten und Türöffner sein und dem Thema Öffentlichkeitsarbeit vermehrt Beachtung schenken“, so Daniel Meiworm.

Gemeindemitglieder ausgezeichnet

Vor dem gemütlichen Teil des Abends ehrte Meiworm noch Mitglieder aus der neuen, 13 600-Seelen-Großgemeinde für deren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz und dankte für dieses Engagement: Maximilian Kusche (Hüsten), Rita Wolk (Müschede), Schwester Maria Michaela, Annette Jürgens, Ferdi Hauswirth (alle Oelinghausen) und Marlene Sander (Bruchhausen).

Ein besonderes Dankeschön galt zum Schluss Kindergartenleiterin Gabi Schüler, die seit mehr als 35 Jahren im Kindergarten Vogelbruch tätig ist und bald in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wird.