Neheimer Wohnprojekt mit starkem Teamgeist

Beim Bauprojekt an der Engelbertstraße entstehen fünf Einfamilienhäuser und ein Gemeinschaftshaus (Bildmitte) - Ansicht vom Garten aus.
Beim Bauprojekt an der Engelbertstraße entstehen fünf Einfamilienhäuser und ein Gemeinschaftshaus (Bildmitte) - Ansicht vom Garten aus.
Foto: WP
  • Junge Familien wollen an der Neheimer Engellbertstraße ein besonderes Wohnprojekt realisieren
  • Es sollen fünf Einfamilienhäuser sowie ein Gemeinschaftshaus entstehen
  • Mit ihrem Projekt wollen die Familien ein besonderes Wohngemeinschaftsgefühl schaffen

Neheim..  Eine besondere Wohnform streben einige junge Familien in Neheim an. Sie wollen an der Engelbertstraße, unterhalb des Einmündungsbereichs Engelbertring, auf einer Freifläche fünf Einfamilienhäuser bauen. Der Clou: Zusätzlich soll noch ein Gemeinschaftshaus für Aktionen aller fünf Familien errichtet werden.

In diesem Gebäude könnte gemeinsam gekocht, gefeiert und mit Kindern gespielt werden. Das Gemeinschaftshaus, das der Ort für den gelebten Nachbarschaftsgeist werden soll, wird von allen beteiligten Familien finanziert (Maßstab für den Kostenanteil ist die Wohnfläche der unterschiedlich großen Eigenheime - je größer die Wohnfläche desto höher der Anteil).

Die Ehepaare Max und Sina Humpe, Mirko und Verena Tauber sowie Matthias und Ursula Brakel, die alle kleine Kinder haben, streben die neue Wohnform an. Für die anderen beiden Wohnhäuser, die auch noch entstehen, gibt es bereits Interessenten.

Alle Beteiligten sind getragen von der Idee, schon in der gemeinsamen Bauplanungsphase, einen guten Kontakt zu ihren künftigen Nachbarn zu haben. Auf der Basis dieses Teamgeistes soll ein gutes Wohngemeinschaftsgefühl entstehen, von dem Erwachsene und Kinder bei gemeinsamen Aktionen in der kleinen neuen Siedlung
profitieren.

Es gibt den Spruch „Nachbarn kann man sich nicht aussuchen“ - für das neue Wohnprojekt gilt diese Aussage aber nicht. „Wir können uns unsere direkten Nachbarn aussuchen“, lächeln die drei bauwilligen Frauen, mit denen sich unsere Zeitung gestern traf.

Gartenparzellen ohne Zäune

Im Gespräch spürte man, dass die drei Damen beim Wohn-Balance-Akt „Wie viel Nähe will ich zu Nachbarn zulassen? Wie stark soll die eigene Privatsphäre ausgeprägt sein?“ - gedanklich auf einer Linie liegen. So soll die eigene Terrasse nicht die tägliche spontane Spielversammlungsstätte der Nachbarskinder sein. „Ein gewisser Rückzugsraum soll schon sein, aber im hinteren Bereich der einzelnen Gärten wird es - ohne Zäune zwischen den Parzellen - für die Kinder aus den fünf Wohnhäusern viel Fläche zum Spielen geben“, berichtet Sina Humpe.

Die Familien Brakel und Tauber sind durch Medienveröffentlichungen auf Familie Humpe aufmerksam geworden, die das Vorhaben initiierte. „Nach meinen Informationen ist dieses privat vorangetriebene Wohnkonzept mit Gemeinschaftshaus - wie nennen es ,Gartenhof Neheim’ - einzigartig im Arnsberger Stadtgebiet. In größeren Städten findet man so etwas schon eher“, berichtet Sina Humpe.

Familiäre Wurzeln Im Rusch

Verena Tauber und Ursula Brakel sind vom Projekt begeistert. Das Grundstück im Bezirk Müggenberg-Rusch greife zufälligerweise auch noch familiäre Wurzeln auf. „Mein Mann stammt aus dem Rusch“, erzählt Ursula Brakel, die mit ihrer Familie zurzeit in Hüsten wohnt. Vera Tauber, die heute in der Neheimer Innenstadt wohnt, stammt aus dem Rusch. Und Max Humpe ist bei seinen Eltern am Müggenberg aufgewachsen. Da passt einiges zusammen...

Baubeginn soll im Frühjahr 2017 sein

Im Frühjahr 2017 soll der Baubeginn für die fünf Eigenheime und das Gemeinschaftshaus erfolgen. Die Häuser sollen nahezu zeitgleich errichtet werden, damit sich das gewünschte Wohngemeinschaftsgefühl auch schnell einstellt. Das Gemeinschaftshaus ist keine Gartenhütte, sondern ein kleines solides Steinhaus mit Fußbodenheizung, Küche und WC.

 
 

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