Mitte 2013 soll Bau des OBI-Markts beginnen

Ehemaliges Rosier-Gelände, auf dem der OBI-Baumarkt entstehen soll.
Ehemaliges Rosier-Gelände, auf dem der OBI-Baumarkt entstehen soll.
Foto: WP

Hüsten..  Nach mehreren Baubeginnsverzögerungen soll nun Mitte dieses Jahres mit der Errichtung des OBI-Baumarkts in Hüsten begonnen werden. Die Eröffnung des Baumarkts ist für Frühjahr 2014 geplant.

Der 6250 qm große OBI-Baumarkt, dem ein 3700 qm großes Gartencenter angeschlossen ist, soll auf dem ehemaligen Hüstener Rosier-Gelände an der Ecke Arnsberger Straße / Haverkamp entstehen.

Ursprünglich wollte die Berliner Investorengesellschaft „Aldinger & Fischer Grundbesitz und Vermarktungs GmbH“, die das Gebäude an OBI vermieten will, bereits im Sommer 2012 mit den Bauarbeiten beginnen. Doch zwischenzeitlich musste der Investor umfangreiche Lärmschutz- und Verkehrsgutachten erstellen lassen und es galt auch anfängliche politische Bedenken beiseitezuräumen. Denn Kommunalpolitiker befürchteten zu viel innenstadtrelevante Ware in dem großen Gebäudekomplex. Letztlich vereinbarte die Stadt Arnsberg mit dem Investor, dass von den insgesamt rund 10 000 qm Verkaufsfläche in Baumarkt und Gartencenter nur maximal 600 qm für den Verkauf innenstadtrelevanter Ware genutzt werden dürfen, um ein Ausbluten der Geschäfte in den Innenstädten zu verhindern. In einem separaten Fachmarktgebäude, das nach anfänglich geplanten 4200 qm nur 2100 qm Verkaufsfläche umfasste, durfte innenstadtrelevante Ware nur auf 200 qm angeboten werden.

Diese strenge Auflagen führten letztlich dazu, dass Aldinger + Fischer nur einen Mieter (einen Tierfuttermarkt auf 800 bis 1000 qm Verkaufsfläche) für ein nun kleines Fachmarktgebäude fand und als zusätzliche Mieteinnahmequelle eine Autowaschstraße der Firma Imo neu in die Planung aufnahm. Diese Imo-Waschstraße soll neben dem Tierfuttermarkt, also längs der benachbarten Wohnbebauung Stoppenkamp, entstehen. Um die Anwohner vor Lärm zu schützen, wird hinter der Waschstraße eine Lärmschutzwand errichtet. Ein zwischenzeitlich erstelltes Lärmschutzgutachten signalisiert, dass durch den Bau der Lärmschutzwand die Lärmgrenzwerte eingehalten werden können. Im Detail wollen die Stadt und die Investorengesellschaft die Nachbarn in der nächsten Woche über den Lärmschutz informieren. Wie eine Imo-Autowaschstraße konzipiert ist, kann man übrigens an der Hüstener Straße in Alt-Arnsberg sehen, wo Imo bereits vertreten ist.

Die im Sommer 2012 vom Investor vollzogene Planänderung (Bau einer Autowaschstraße) verzögert den Baubeginn fürs gesamte Projekt. Denn nun ist eine erneute Offenlegung des Bebauungsplanes nötig und nur wenn keine gravierenden Einwände im Offenlegungsverfahren vorgebracht werden, könnte die Stadt Arnsberg Mitte 2013 die Baugenehmigung erteilen und so den Baubeginn ermöglichen. Über die erneute Offenlegung des Bebauungsplanes werden die Politiker im städtischen Planungsausschuss in der Sitzung am 2. Mai entscheiden.

Dass nun drei Jahre vergehen zwischen der ersten Kontaktaufnahme von Aldinger + Fischer mit der Stadt Arnsberg im Spätsommer 2010 bis zum voraussichtlichen Baubeginn im Sommer 2013, ist für die Investorengesellschaft ungewöhnlich. „Ich möchte nicht sagen, dass die OBI-Markt-Planung in Hüsten unser bisher längstes Verfahren war, aber es gehört sicherlich zu unseren längeren Verfahren“, erklärt Dr. Jochen Ehlers, Geschäftsführer bei Aldinger + Fischer.

HINTERGRUND-WISSEN

Durch die Ansiedlung eines OBI-Baumarkts mit Gartencenter sollen 100 neue Arbeitsplätze (65 Vollzeit- sowie 35 Teilzeitstellen) auf der ehemaligen Rosier-Fläche an der Ecke Arnsberger Straße / Haverkamp entstehen.

Die Berliner Investorengesellschaft „Aldinger + Fischer“ wird für die bauliche Realisierung des Projekts an der Arnsberger Straße rund 15 Mio. Euro investieren. OBI wird weitere 5 Mio. Euro in die Ausstattung des Baumarkts und Gartencenters investieren.

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