Millionen für neues Gewerbegebiet „Zu den Werkstätten“

infried Gördes vom Vermessungsbüro Riedel aus Meschede steckte am Donnerstag bereits den räumlichen Rahmen für den Bau der neuen Ruhrbrücke am Gewerbegebiet „Zu den Werkstätten“ im Ortsteil Arnsberg ab.
infried Gördes vom Vermessungsbüro Riedel aus Meschede steckte am Donnerstag bereits den räumlichen Rahmen für den Bau der neuen Ruhrbrücke am Gewerbegebiet „Zu den Werkstätten“ im Ortsteil Arnsberg ab.
Foto: Haselhorst

Arnsberg.  Ein umfangreiches Maßnahmenpaket sieht das städtische „Integrierte Handlungskonzept für das Stadtumbaugebiet Alt-Arnsberg“ vor. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Entwicklung des Gewerbegebiets „Zu den Werkstätten“ am Bahnhof, wozu auch eine bessere verkehrliche Erschließung gehört. Zu diesen Zweck beginnen in der nächsten Woche die Arbeiten zur Errichtung einer neuen Brücke, die die Ruhr vom Uentroper Weg in Richtung Bahnhof überspannt. Diese Brücke werden - nach etwa 15-monatiger Bauzeit - Pkw und Lkw sowie Fußgänger und Radfahrer nutzen können. Die Baukosten belaufen sich auf 2,78 Millionen Euro, wobei die Stadt vom Land einen 60-prozentigen Kostenzuschuss erhält.

Hohe Landesförderung

Die Stadt tätigt auch Immobilienerwerb. „Die im östlichen Bereich des Gewerbegebiets liegenden, nicht genutzten Gewerbehallen werden von der Stadt erworben. Die Gewerbehallen befinden sich in einem desolaten Zustand und werden abgerissen, so dass sie einer neuen Entwicklung zugeführt werden können“, heißt in dem städtischen Handlungskonzept. Als Kostenrahmen für Erwerb und Abbruch wurden 1,28 Millionen Euro für die Jahre 2015 bis 2017 angesetzt. Die innere Erschließung (Umsetzungszeit: 2016/17, Kosten: 330 000 Euro) fokussiert sich auf den östlichen Bereich des Gewerbegebietes. Es soll eine neue Parzellierung vorgenommen werden, die Platz für neue Betriebe bietet.

Bei der Konsensvereinbarung mit der BEG hatte sich die Stadt bereits verpflichtet, die nicht mehr für Bahnzwecke benötigten Flächen zu erwerben. Die Flächen sollen später gewerblich genutzt werden. Zuvor sind diese Flächen allerdings einer Altlastensanierung zu unterziehen, deren Kosten die Stadt für die Jahre 2015/16 auf rund 2,1 Millionen Euro beziffert. Innerhalb des Zeitraums 2016 bis 2018 soll außerdem eine neue Erschließungsstraße im Gewerbegebiet entstehen. Dabei werden auch Kanalisation und Versorgungsleitungen geprüft und angepasst. Hier sind Kosten von 1,62 Millionen Euro veranschlagt.

Für die umfangreichen Maßnahmen sollen verschiedene Fördertöpfe in Anspruch genommen werden. „Es wird mit Einnahmen aus dem Programm Stadtumbau West in Höhe von 80 Prozent der förderfähigen Kosten gerechnet, sofern die Aufnahme ins nächste Stadterneuerungsprogramm 2016 gelingt“, schreibt die Stadtverwaltung.

11,7 Mio. Euro für Sekundarschule

Weitere Maßnahmen im Stadtumbaugebiet Alt-Arnsberg: Im Bereich Campus Eichholz sollen von 2014 bis 2018 insgesamt 11,7 Millionen Euro für neue Sekundarschulräume investiert werden. Im Bereich „Zentrales Achsenkreuz“ (Clemens-August-Straße/Hellefelder Straße/Brückenplatz) sind straßenaufwertende Maßnahme genauso geplant wie an der Ruhrstraße. Wie dies passieren soll, ist noch zu erarbeiten. Für die Clemens-August-Straße wurden für die Jahre 2021ff. 2,15 Millionen Euro veranschlagt, für die Hellefelder Straße gibt es noch keine Summe und keine Umsetzungszeit, an der Ruhrstraße sind ab 2019 Mittel von 905 000 Euro veranschlagt.

Auf Hallenbad-Areal soll „Bildungswiese“ entstehen

Das Hallenbad in Alt-Arnsberg wird gemäß eines Ratsbeschlusses im nächsten Jahr abgerissen. Auf diesem Grundstück soll dann - zusammen mit einer schon bestehenden angrenzenden Grünfläche - eine neue „Bildungswiese“ (Originalton der Stadtverwaltung Arnsberg) entstehen. Diese Wiese biete Raum zum Aufenthalt, Austausch und Erholung.

Die Hallenbad-Abrisskosten sind mit 300 000 Euroveranschlagt. Die Kosten für die geplante Gestaltung der Bildungswiese wurden auf 210 000 Euro beziffert. Der Bezirksausschuss Arnsberg befasst sich am 27. Oktober mit der Verwaltungsvorlage und kann dem Rat eine Empfehlung geben, ob die Vorschläge so realisiert werden sollen.

 
 

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