Glanzvoller Höhepunkt des Jahres

Konzert im Neheimer Dom
Konzert im Neheimer Dom
Foto: WP
Das Festkonzert am vergangenen Sonntag war das kirchenmusikalische Highlight zum Jahresabschluss.

Neheim..  Weihnachtlicher Jubel erschallte im festlich geschmückten Sauerländer Dom: „Gloria in excelsis deo“ - das Festkonzert am vergangenen Sonntag war das kirchenmusikalische Highlight zum Jahresabschluss. Neben dem deutschen Magnificat von Johann Ernst Bach und der brillanten Orgelsolo-Messe von Joseph Haydn stand das unvergleichlich schöne Weihnachtsoratorium des französischen Romantikers Camille Saint-Saens im Mittelpunkt.

Populäre Festmusik

Die Kantorei St. Johannes, der Gemischte Chor Musica Eintracht Hachen und der Neue Chor Neheim setzten unter der Leitung von Kantor Hartwig Diehl mit diesem gleichermaßen anspruchsvollen wie populären Konzert in der beliebten Reihe der „Konzerte in der Weihnachtszeit“ einen glanzvollen Höhepunkt. Die Chöre wurden begleitet vom Streichorchester „Collegium Musicum“, Oberhausen, der renommierten Harfenistin Martina Busemann (Menden), dem Organisten Peter Volbracht (Hüsten) und dem Solisten-Quintett Bernadette Volbracht (Sopran), Antje Huber (Mezzosopran), Andra Isabel Wildgrube (Alt) vom Opernstudio Köln, Christof Hesse (Bariton) und Nikolaus Borchert (Tenor der Semper-Oper Dresden).

Zu Beginn erklang die Kantate „Meine Seele preist die Größe des Herrn“ von Johann Ernst Bach, dessen geistliches Vokalschaffen von der Überzeugung bestimmt ist, „dass die Kirchenmusik der gründlichste und vorzüglichste Theil der Tonkunst ist“. Das klangschöne Werk spricht nach der Blüte des Barock bereits die empfindsame und eingängige Musiksprache der Frühklassik. Die beherrschende Rolle des Chores zeichnet dieses Werk aus. Nur in zwei der acht Sätze werden ausschließlich oder über größere Passagen hinweg Vokalsolisten verlangt.

Die „Missa brevis Sancti Joannis de Deo“ von Joseph Haydn, im Volksmund allgemein als „Kleine Orgelsolo-Messe“ bezeichnet, ist insgesamt ein sehr kurz gehaltenes Werk, in dem das Benedictus mit einem ausgedehnten Orgel- und Sopran-Solo - zweifellos der Höhepunkt dieser reizvollen Messe - aus dem Rahmen fällt. Diesem Satz verdankt sie ihren Namen.

Als Hauptwerk erklang das Weihnachtsoratorium „Oratorio de Noel“ von Camille Saint-Saens von 1860, das inzwischen weltweit beliebte Werk des wohl wichtigsten Vertreters französischer Kirchenmusik im 19. Jahrhundert. Die lyrisch betrachtenden Texte werden an wenigen Stellen durch dramatische Elemente durchbrochen. Die unvergleichlichen vokalen Partien sind voller Frische, melodisch eingängig und von rhythmischer Prägnanz. Der Chor hat wesentlichen Anteil am Gesamtkonzept, die schönsten Partien sind jedoch den fünf Solisten vorbehalten. Begleitet wird die klingende Weihnachtsgeschichte von Streichorchester, Harfe und Orgel.

Umrahmt wurde das Programm von traditionellen Weihnachtsliedern (auch mit Beteiligung der Zuhörer) und von den romantischen Pastoralvariationen über ein altes französisches Weihnachtslied - „Variations pastorales sur un vieux Noel“ - für Harfe und Streichinstrumente von Marcel Samuel Rousseau.Dabei entlockte die Harfenistin Martina Busemann ihrem wunderschönen Instrument meisterhaft sphärische Klänge und entführte die Zuhörer in eine zauberhafte Welt.

Vokalsolisten brillieren

Die teils schwungvollen virtuosen und zu Herzen gehenden Kompositionen wurden von den fünf Vokalsolisten brillant und mit hohem stimmtechnischen Niveau gefühlvoll vorgetragen und gemeistert und setzten mit ihrem Stimmenpotential besondere Maßstäbe. Sie wurden begleitet von einem Streichorchester, das mit hohem technischen Niveau bestach und mit Peter Volbracht als ebenso einfühlsamen Begleiter an der Orgel. Die drei Chöre, von Hartwig Diehl bestens vorbereitet, beeindruckten als Gesamtchor mit präzisen Einsätzen. Nach minutenlangem Schlussbeifall wurde eine Zugabe gern gewährt.

 
 

EURE FAVORITEN

Warum sich die Polizei bei Fahndungen nicht direkt an die Öffentlichkeit wendet

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.
Mi, 19.09.2018, 16.32 Uhr

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.

Beschreibung anzeigen