Einstimmung auf Kunstwerke mit Tanz und Klaviermusik

Neheim.  Der Kunstfreund aus der Region ist es gewöhnt, dass die Jahresausstellungen in der Werkstattgalerie „Der Bogen“ immer etwas Besonderes sind. Dies gilt auch für die 36. Ausstellung, die unter dem Motto „alles hängt“ von den Künstlern Haimo Hieronymus und Pit Schrage eröffnet wurde.

Ohne viele Worte, was man von den Künstlern gewohnt ist, startete die Tänzerin Irene Ebel aus Essen mit ihrer Solo-Tanzperformance. Gebannt schauten die rund 200 Besucher, wie sie fast den halben Ausstellungsraum neu inszeniert. Die Gäste dankten ihr mit Applaus.

Ohne durchzuhängen oder abzuhängen ging es musikalisch mit Silas Eifler (29 Jahre) und Juliane Ponzelar (20) aus Köln weiter. Mit spanischen und lateinamerikanischen Klängen am Klavier, Cello, Gitarre und mit Gesang begeisterten sie im 2. Abschnitt der Vernissage das Publikum. Danach konnten sie sich der umfangreichen Kunst der sieben Bogenkünstler widmen.

Im Eingangsbereich wurde man von buntem Graffiti empfangen, mit dem geschwungenen Schriftzug auf das Motto: „alles hängt“ eingestimmt. Doch nach den ersten Schritten in die große Ausstellungshalle wusste man vor lauter Kunst an den Wänden, nicht wo man zuerst hinschauen sollte.

Meteoritenform mit kleinen Spiegeln

Der Kenner der Werkstattgalerie „Der Bogen“ sah sofort, welcher Künstler wo seine Werke „aufgehängt“ hatte. Wer im Uhrzeigersinn durch den Raum ging begann bei Haimo Hieronymus und Stephanie Neuhaus. Sie brachten figürliche und strukturelle Figuren sowie Formen an die Wand. Meteoriten-Splitter flogen in gezeichneten 3D-Formen auf den Betrachter zu. Im Raum hang eine Meteoritenform mit kleinen Spiegeln. Man konnte meinen, es sei eine verbeulte Disco-Kugel.

Tänzer Manuel Quero brachte sich mit zwei filigranen Drahtinstallationen ein. Natürlich war das Thema Tanz und Ausdruck. Ein Tänzer und ein Gesicht wurden mit Strahler in Szene gesetzt. Für Kirsten Minkel war es nicht einfach, ihre Kunstwerke auszuwählen und in die richtige Position aufzuhängen. „Wenn man viele Bilder, Fotografien oder Installationen hat, muss man sich schon überlegen, wo und wie man etwas aufhängen soll“, so Minkel. Großflächige Bilder sind die Favoriten von KAHOS (Karlheinz Hosse).

Die Objekte von Axel Schubert haben eine klare Struktur von Ordnung und Gradlinigkeit. Farbenspiel mit den verschiedensten Materialien auf unterschiedlichen Untergründen hat Pit Schrage aufgehängt. „Aus unserer Jahresausstellung wollen wir immer etwas Besonderes machen. Bisher hat es immer geklappt. Das beweisen die Besucherzahlen der Vorjahre“.

 
 

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