Die neue Sphinx von Moosfelde

Bildhauer Friedrich Freiburg (links) und Michael Voß von der Stadt Arnsberg bearbeiten  den Nachbau der Sphinx, die in der Kinderstadt an der Grundschule Moosfelde in Arnsberg errichtet wurde.
Bildhauer Friedrich Freiburg (links) und Michael Voß von der Stadt Arnsberg bearbeiten den Nachbau der Sphinx, die in der Kinderstadt an der Grundschule Moosfelde in Arnsberg errichtet wurde.
Foto: WP

Neheim..  Die Sphinx von Moosfelde trägt anders als ihr Vorbild in Gizeh noch eine Nase. Das mag an der fachmännischen Arbeit der Baumeister und ihrer eifrigen, jungen Helfer liegen.

Bei aller berechtigten Anerkennung für die Architekten und Arbeiter dürfte jedoch auch der Altersunterschied eine Rolle spielen: Ist die Große Sphinx von Gizeh über 4500 Jahre alt, hat der Nachbau an der Grundschule Moosfelde erst zwei Wochen auf ihrem Zement-Buckel. Unter Anleitung des Bildhauers Friedrich Freiburg und von Michael Voß (Stadt Arnsberg) bauten Mädchen und Jungen den Löwenkörper mit Menschenkopf im Maßstab 1:10 in der „Kinderstadt“ nach, die in diesen Sommerferien das Thema „Altes Ägypten“ behandelte.

2500 Pflastersteine schleppten die Kinder und türmten sie auf die Beton-Fundamentplatte, die Freiburg bereits vor der Ferienaktion gegossen hatte. In der rund 5,50 Meter langen, zwei Meter hohen und 1,60 Meter breiten Sphinx, die mit reinem Zement verputzt ist, befinden sich vier Grabkammern. „Wir haben die Sphinx für die Ewigkeit gebaut“, sagt Freiburg, der 2012 auch das Arnsberger Schloss in der Kinderstadt wiederauferstehen ließ.

Gestern beendete der Künstler gemeinsam mit Michael Voß letzte Arbeiten an der Statue. In den nächsten Tagen wird Sand rund herum verteilt, damit die Sphinx schon bald als vielleicht außergewöhnlichstes Spielgerät im gesamten Stadtgebiet genutzt werden kann. Aus Sicherheitsgründen müssen zudem die Füße der Sphinx weggemeißelt werden. „Die Kinder waren voll bei der Sache“, lobt Voß. „Das Konzept, handwerkliche Tätigkeit mit Wissensvermittlung zu verbinden, geht auf.“

Gelungene Integration

210 Kinder in der ersten Woche und 200 in der zweiten Woche lernten mit der Warsteiner Ägyptologin Daniela Rutica und ihren Kolleginnen intensiv das alte Ägypten kennen: Sie malten riesige Bilder, bastelten Kostüme und Spiele und lösten Rätsel im erstmals in der Kinderstadt aufgebauten Escape Room. Auch jeweils zehn behinderte Kinder machten in den zwei Gruppen der Kinderstadt mit. „Die Integration hat gut funktioniert“, stellt Wolfgang Mosters vom Familienbüro der Stadt Arnsberg fest.

Das Thema der Kinderstadt 2017 verrät er noch nicht: „Es gibt aber schon einige Ideen. Nach den Herbstferien steigen wir in die Planungen für das kommende Jahr ein.“

 
 

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