Benefiz-Konzert für Taifun-Opfer

Ein Bild der Verwüstung hinterließ der Wirbelsturm auf einzelnen Inseln der Philippinen wie hier in Tacloban.
Ein Bild der Verwüstung hinterließ der Wirbelsturm auf einzelnen Inseln der Philippinen wie hier in Tacloban.
Foto: dpa

Neheim..  Groß ist das Mitgefühl der deutschen Bevölkerung mit den Opfern der Wirbelsturm-Katastrophe auf den Philippinen. Auch in der Stadt Arnsberg ist die Hilfsbereitschaft zu spüren. Bereits am Donnerstag berichtete unsere Zeitung über eine Aktion der Arnsberger Familien Rust und Miranda mit dem von den Philippinen stammenden Renato Miranda. Auch die Akteure der „Stunde der Kirchenmusik“, die am Sonntag, 17. November, um 17 Uhr in der Neheimer Johanneskirche stattfindet, wollen den Taifun-Opfern helfen. Statt eines Eintritts wird um eine Spende für die Wirbelsturm-Opfer gebeten. Die Situation im Katastrophengebiet wird der von den Philippinen stammende und nun in Neheim wohnende Priesteramtskandidat Zaldy Antonio-Abong erläutern.

Onkel kam ums Leben

Der 39-Jährige absolviert im Rahmen seiner Priesteramtsausbildung in Paderborn seit Anfang November ein mehrmonatiges Praktikum in der Neheimer Grundschule St. Michael. Nach ersten Hospitationen im Unterricht wird er ab Dezember auch Religionsunterricht erteilen. Der Philippiner gehört beim Priesterberuf zu den „Spätberufenen“. Denn Antonio-Abong hatte auf den Philippinen zunächst Rechtswissenschaften studiert und im sozialen Wohlfahrtsbereich in Manila gearbeitet. Seit neun Jahren lebt er in Deutschland und spricht hervorragend Deutsch. Zu Arnsberg hat er verwandtschaftliche Beziehungen.

Beim Taifun war ein Onkel ums Leben gekommen. Seine in Manila lebende Mutter blieb vom Wirbelsturm verschont. Zaldy Antonio-Abong weiß um das Leid vieler Philippiner und will helfen. Er hat Kontakt zu den Missions-Benediktinerinnen in Manila, die wiederum eine Niederlassung auf der vom Taifun heftig getroffenen Insel Samar haben. Nun ist daran gedacht, dass nach dem Domkonzert am Sonntag eine Kollekte für die Taifun-Opfer gehalten wird, deren Betrag Zaldy Antonio-Abong an die Benediktinerinnen zum Kauf von Lebensmitteln weiterleiten will. Wer aus terminlichen Gründen nicht zum Konzert kommen kann, aber sich dennoch an der Hilfsaktion beteiligen möchte, kann sich an Kirchenmusiker Hartwig Diehl, 02932/8935880, Mail: diehlmusic@web.de wenden.

„Stunde der Kirchenmusik“ erinnert an Johannes den Täufer

In einer „Stunde der Kirchenmusik“ zum Jahr des Glaubens soll am morgigen Sonntag in Wort und Musik des Schutzpatrons der Neheimer Pfarrkirche St. Johannes Baptist gedacht werden. Die Stunde der Kirchenmusik – erstmals durchgeführt 2010 – ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Kirchenmusiker/innen in der Erzdiözese Paderborn. „Die Stunde der Kirchenmusik“ findet in mehr als 50 Kirchen des Erzbistums Paderborn statt.

Am Sonntag, 17. November, um 17 Uhr musiziert im Dom das Vokalensemble Der Neue Chor. Texte spricht Charlott Neitzke-Roßkothen, die Orgel spielen Anna Goeke aus Beckum und Kantor Hartwig Diehl. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für die Taifun-Opfer auf den Philippinen wird gebeten (siehe oberen Bericht). Die „Stunde der Kirchenmusik“ in Neheim trägt den Titel „Siehe, das ist Gottes Lamm“ (Johannes der Täufer in Wort und Musik). Im Lukas-Evangelium bezeichnete Jesus Christus Johannes den Täufer als den „Größten unter allen Menschen“.

Das Haupt Johannes des Täufers war übrigens bis 1975 Symbol der früheren Stadt Neheim-Hüsten.

 

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