Baustart Anfang 2016: Rund 250 Wohnungen entstehen in Neheim

Das Konzept von „Wohnhöfen“liegt der in Neheim geplanten Wohnbebauung zugrunde. Die Häuser entstehen  ab 2016 in mehreren Bauabschnitten im Bereich Hardenbergstraße / Oberer Teilabschnitt der Straße „Zum Müggenberg“.
Das Konzept von „Wohnhöfen“liegt der in Neheim geplanten Wohnbebauung zugrunde. Die Häuser entstehen ab 2016 in mehreren Bauabschnitten im Bereich Hardenbergstraße / Oberer Teilabschnitt der Straße „Zum Müggenberg“.
Foto: WP

Neheim..  Das Vorhaben der Arnsberger Wohnungsbaugenossenschaft, innerhalb von zehn Jahren rund 250 neue Wohnungen am Müggenberg zu errichten, nimmt immer konkretere Züge an.

Nach dem Abschluss des Architektenwettbewerbs im November 2013 und der Aufstellung des Bebauungsplans im März 2014 sowie weiterer architektonischer Feinplanungen steht nun am 16. Juni 2015 die kommunalpolitische Beschlussfassung zur „Öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans“ an. Denn es muss erst in einem komplexen planungsrechtlichen Verfahren Baurecht geschaffen geschaffen, bevor die Genossenschaft Anfang 2016 mit dem Abriss alter Wohnhäuser beginnen und anschließend mit dem Neubau von Mehrfamilienhäusern starten kann.

Die jetzigen, über 50 Jahre alten Genossenschaftswohnungen waren kaum noch vermietbar. Daher entschied sich die Genossenschaft für den Altbau-Abriss mit anschließender Errichtung von Neubauten, die ein energiesparendes Wohnen mit modernem Wohnkomfort verbinden.

Wohnungen schon leer gezogen

Innerhalb von zehn Jahren sind mehrere Bauabschnitte geplant. Los geht’s Anfang 2016 mit dem Abriss von vier alten Mehrfamilienhäuser, und zwar Hardenbergstraße 6, 8 und 10 sowie Zum Müggenberg 45a. Bis auf eine Wohnung sind diese Häuser bereits leer gezogen. Die letzte Familie wird in diesem Monat das im nächsten Jahr abzureißende Haus verlassen.

Auf der neu entstehenden großen Freifläche werden anschließend fünf neue Mehrfamilienhäuser errichtet, die auch schon das generelle neue Architektenkonzept - „Schaffung von Wohnhöfen“ - realisieren. Mit diesem Konzept, das eine kleingliedrige Siedlungsstruktur mit zweigeschossigen Mehrfamilienhäusern, Privatgärten und großen Grünflächen zwischen den Gebäuden vorsieht, hatte das Düsseldorfer Architekturbüro Konrath und Wennemar im Herbst 2013 den Architektenwettbewerb gewonnen.

Ein Clou des Wohnkonzepts sind Pkw-Stellplätze, die sich quasi in der Tiefparterre von im Hang gebauten Wohnhäusern befinden (Ständerwerk macht dies möglich). Ursprünglich von den Architekten angedachte, zusätzliche Tiefgaragen, die separat in Hanglagen gebaut werden könnten, wird es allerdings wegen des enormen Aufwandes nicht geben.

„Die Arnsberger Wohnungsbaugenossenschaft wird innerhalb der nächsten zehn Jahre insgesamt 40 bis 45 Millionen Euro investieren“, bezifferte AWG-Vorstandsmitglied Werner Schlinkert die Gesamtkosten für die riesige Baumaßnahme.

HINTERGRUND

Sozialarbeiterin hilft Bewohnern nach Umzug

Die Arnsberger Wohnungsbaugenossenschaft (AWG) hilft ihren alten Hausbewohnern, die häufig seit Jahrzehnten die Altbauten am Müggenberg bewohnen und nun in eine Ersatzwohnung wechseln, bei der Eingliederung in ihr neues Wohnumfeld.

Hierzu setzt die AWG eine Sozialarbeiterin ein, die die neu zugezogenen Senioren zum Beispiel mit der Hausgemeinschaft oder mit wichtigen Einrichtungen im Umfeld der neuen Wohnung bekannt macht.

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