Windelsäcke entlasten Eltern bei Müllkosten

Ein Baby wird gewickelt. Das bringt viel Müll in die Tonne. Die Stadt Herdecke will junge Eltern nun entlasten.
Ein Baby wird gewickelt. Das bringt viel Müll in die Tonne. Die Stadt Herdecke will junge Eltern nun entlasten.
Foto: WP
Einen Gutschein für 12 Windelsäcke sollen Eltern eines Neugeborenen künftig bekommen. Dafür sucht die Stadt Herdecke noch Sponsoren.

Herdecke..  Für die Aktion Windelsäcke könnte es zunächst doch städtisches Geld geben. Idealerweise fließt es dank Sponsorenhilfe aber schnell wieder zurück in die Kasse der Stadt. So soll ein Projekt verwirklicht werden, für das in Herdecke gleich mehrere Parteien die politische Vaterschaft reklamieren.

Auch für ältere Menschen

„Wir dürfen eigentlich keine weiteren freiwilligen Leistungen mehr bieten“, hatte Bürgermeisterin Katja Strauss-Köster die Politiker gleich zu Beginn der Diskussion wissen lassen. 17 000 Mark habe ein früherer Windelbonus mal gekostet, so allein im Jahr 1997. Heute sei die Finanzlage der Stadt eine ganz andere, wie auch Volker Kioschis von den Technischen Betrieben deutlich machte: „Die Verwaltung sieht momentan keinen Raum“.

Nun zeichnet sich aber doch eine Lösung ab, zumindest bei Babys und ihren Hinterlassenschaften. Schon jetzt gibt es für Eltern, die gerade ein Kind bekommen haben, ein „Begrüßungspaket“ der Stadt Herecke. Darin enthalten sein wird künftig ein Gutschein für 12 Windelsäcke. Die Verwaltung soll sich um Sponsoren kümmern, die die Rechnung für die zusätzliche Müllabfuhr übernehmen. Ursprünglich sollten Windeltonnen oder Windelsäcke nicht nur Eltern mit Neugeborenen helfen. Auch ältere Menschen etwa mit Demenz sollten mit dieser Abgabemöglichkeit entlastet werden. Auch wenn die Verwaltung hier keine verlässlichen Zahlen hatte, war klar, dass ein großes Kostenpaket auf die Stadt zukommen könnte. Daher bleibt die Aktion auf Neugeborene begrenzt, die zwölf Gratissäcke soll es pro Kind auch nur einmal geben.

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