Wetteraner schlägt sein Opfer krankenhausreif

Vor dem Jugendschöffengericht musste sich jetzt ein 20-Jähriger aus Wetter verantworten.
Vor dem Jugendschöffengericht musste sich jetzt ein 20-Jähriger aus Wetter verantworten.
Foto: Michael Kleinrensing
  • Schon lange schwelte ein Streit zwischen zwei jungen Wetteranern
  • Im April kam es dann zur einer Schlägerei, nach der einer ins Krankenhaus musste
  • Das Jugendschöffengericht verhängte eine Jugendstrafe

Wetter/Hagen..  Eine erbitterte Fehde zwischen zwei jungen Männern aus Wetter gipfelte Anfang April in einer heftigen Auseinandersetzung vor dem Ruhrtal-Center in Alt-Wetter und endete für einen Beteiligten im Krankenhaus. Jetzt befasste sich das Jugendschöffengericht in Hagen mit dem Zwischenfall.

Beleidigungen von beiden Seiten

Der Streit zwischen dem 20-jährigen Wetteraner und dem späteren Opfer schwelte schon länger, die Parteien machten auch nicht vor wechselseitigen Beleidigungen halt. Als der Wetteraner dann am 2. April mit einem Freund unterwegs war und im Bereich des Ruhrtal-Centers zufällig auf den Gegner traf, wollte er die Sache klären. Eine denkbar schlechte Idee: Die Kontrahenten standen schnell Stirn an Stirn, erneut fielen Beleidigungen. Laut Anklage schlug der Wetteraner dem Gegner mehrfach mit der Faust gegen die Schläfe, sein Begleiter soll dem Geschädigten einen Schlag gegen den Hinterkopf versetzt haben, so dass der zu Boden stürzte und kurzfristig das Bewusstsein verlor. Der Kumpel des Wetteraners soll daraufhin gegen den Kopf des Opfers getreten haben , der 20-Jährige habe das Gesicht anvisiert. Fakt ist, dass der junge Mann eine gebrochene Nase, ein Schädelhirntrauma und Schürfwunden davontrug, drei Tage in einer Klinik verbrachte und nahezu drei Wochen arbeitsunfähig war.

Wetteraner geständig

Der Wetteraner und sein Begleiter (23) saßen jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung auf der Anklagebank. Während Letzterer beteuerte, dass er lediglich eingeschritten sei, um zu helfen und weder geschlagen noch getreten habe, zeigte sich der Wetteraner im Wesentlichen geständig. Allerdings gab er an, dass der Gegner mit der körperlichen Auseinandersetzung begonnen habe. Daraufhin habe er zugeschlagen und getreten. Generell war er sich seiner Schuld aber bereits vor Beginn der Verhandlung bewusst. Über seinen Verteidiger Thorsten Merz ließ er dem Opfer 1000 Euro als Schmerzensgeld zukommen.

Seinem Begleiter konnte eine Beteiligung an den gewalttätigen Übergriffen letztlich nicht nachgewiesen werden. Der Fall endete für ihn mit einem Freispruch.

Der 20-Jährige aus Wetter indes wurde vom Jugendschöffengericht zu neun Monaten Jugendstrafe mit Bewährung und 100 Sozialstunden verurteilt.

 
 

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