Warum Streuobstwiesen auch in Wetter richtig wichtig sind

Praktische Hinweise: Zwei Mitarbeiter der Firma Wilke erklären den interessierten Gästen, die man Obstbäume richtig pflegt und schneidet, damit etwa Streuobstwiesen viel Ertrag bringen und für Tiere als Schutzgebiet infrage kommen.
Praktische Hinweise: Zwei Mitarbeiter der Firma Wilke erklären den interessierten Gästen, die man Obstbäume richtig pflegt und schneidet, damit etwa Streuobstwiesen viel Ertrag bringen und für Tiere als Schutzgebiet infrage kommen.
Foto: WP
Viele Informationen gab es am Samstag auf einer Streuobstwiese am Wilshause. Der Unterausschuss Klima hatte dabei auch die Tiere im Blick.

Wetter..  Im Unterausschuss Klima haben Politiker aus Wetter ein mitunter vernachlässigtes Thema angestoßen. So entstand gewissermaßen das Credo „Streuobstwiesen sorgen nicht nur für leckeres Obst“, mit dem Interessierte am Samstag zu einer Veranstaltung am Wilshause gelockt wurden.

Den Gästen zeigten die Veranstalter um Rainer Peitz, welch große Bedeutung Streuobstwiesen für die Tiere und den Artenreichtum haben. Anwesend waren neben den Mitgliedern des Unterausschlusses Klima auch Vertreter des Hegerings Volmarstein sowie Imker und Jäger. Sie alle wollten bei den Besuchern und Teilnehmern das Bewusstsein für Streuobstwiesen verstärken.

Wichtiger Rückzugsort

Während fast jedem bekannt sei, dass solche Wiesen Obst und somit wichtige Nahrung bringen, wollten die Initiatoren auch auf die Tierwelt bzw. den Artenschutz hinweisen, dienen sie doch als wichtiges Rückzugsgebiet. Der Imker und Bienensachverständiger Ottmar Roswora erklärte, dass solche Flächen ein notwendiger Baustein für Bienen und andere Insekten seien. „Man muss sich mal vorstellen, wie groß die Auswirkung von Obstbäumen und Blühpflanzen sind: Ohne diese – keine Insekten. Keine Insekten – keine Vögel“, sagte Roswora. Umso wichtiger sei daher der Erhalt und die Pflege von Streuobstwiesen.

Und wie das richtig geht, veranschaulichte der Baumdienst Wilke direkt vor Ort. Unter den interessierten Blicken der Teilnehmer zeigten zwei Vertreter der Firma, wie und mit welchen Geräten man einen Obstbaum pflegt. Ergänzend dazu, führte Rainer Peitz aus: „Für Obstbäume braucht man Zeit und Personal“, so das Mitglied des Unterausschlusses Klima. „Man muss sich um die Bäume kümmern, sonst verlieren sie ihren Wert.“

Gute Ernte

Der Wert der Obstbäume zeige sich ebenfalls in der Ernte. So konnte Peitz die Anwesenden ebenfalls mit selbst hergestellten Trockenobst und Fruchtleder überzeugen. Die vorgestellten Methoden der Obstkonservierung trafen auf viel positives Feedback.

So steckt hinter diesem Streuobstwiesentag eine einfache Botschaft: „Wir können auch in unseren Vorgärten etwas ändern“, so Ottmar Roswora. Und Rainer Peitz ergänzt: „Jeder Bürger kann in seiner Siedlung und Umgebung etwas unternehmen. Auch ein Wohnort, in dem in jedem Garten ein gut gepflegter Obstbaum steht, kann zur Streuobstwiese werden.“

 
 

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