Vierzig Jahre Erfahrung bei der Behandlung von Krebs

Herdecke..  Der kleine Mikail aus Herne ist eins von 2000 Kindern und Jugendlichen, die in Deutschland jedes Jahr an Krebs erkranken. Der Zweijährige hatte Glück im Unglück: Sein Tumor wurde früh erkannt und war verkapselt. Nach der Tumorentfernung und einer Chemotherapie gilt der Junge als geheilt.

„Auch bei einer optimalen medizinischen Versorgung wie hier in Deutschland ist es wichtig, die Krebserkrankung in einem möglichst frühen Stadium zu diagnostizieren“, so Prof. Dr. med. Alfred Längler, Leitender Kinderkrebsspezialist im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke anlässlich des Internationalen Tags des krebskranken Kindes am 15. Februar. Als typische Anzeichen einer möglichen Krebserkrankung gelten beispielsweise Knoten oder Schwellungen im Bauch und Beckenbereich oder an Hals, Kopf und Extremitäten. Auch längeres Fieber ohne erkennbaren Grund, extreme Blässe, Schlappheit, blaue Flecken sowie Schmerzen in Gelenken und im Rücken können auf eine Krebserkrankung hinweisen ebenso wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Abgeschlagenheit oder Müdigkeit.

Ungewöhnliche Schwellung

Viele dieser Symptome treten auch bei anderen und viel harmloseren Krankheiten auf, trotzdem ist es ratsam sich Rat in einem Kinderkrebszentrum wie im Gemeinschaftskrankenhaus einzuholen, wenn sie über einen längeren Zeitraum beobachtet werden. Bei Mikail entdecke die Mutter eine ungewöhnliche Schwellung am Körper und ging zum Kinderarzt. „Die Ärzte in Herne haben uns gleich die Kinderkrebsspezialisten im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke empfohlen, als klar war, dass Mikail Krebs hatte“, erklärt Mikails Mutter Fatima, „wir haben uns dort sehr wohlgefühlt und beste medizinische Versorgung bekommen. Ich wusste gleich, hier wird mein Kind wieder gesund.“

Familien einbinden

Das Kinderkrebszentrum im Gemeinschaftskrankenhaus behandelt seit fast vierzig Jahren an Krebs erkrankte Kinder und Jugendliche nach den allgemein gültigen Therapieprotokollen der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH), erläutert Chefarzt Längler. Das Besondere in Herdecke: Zusätzlich zu den vorgeschriebenen Therapien – meist eine Chemotherapie und/oder Bestrahlung und wenn notwendig eine operative Tumorentfernung – erhalten die kleinen Patienten noch ergänzende therapeutische Angebote: Kunst- und Musiktherapien sowie Einreibungen und Wickel fördern das Wohlbefinden und unterstützen so die Genesung.

Wichtig ist den Ärzten und Pflegenden im Gemeinschaftskrankenhaus auch, die Familie des Patienten in die Versorgung des Kranken einzubeziehen und allen Familienmitgliedern einen Rückhalt zu bieten.

Denn im Mittelpunkt aller Bemühungen stehen das kranke Kind und sein familiärer Kontext.

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