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Verbeugung vor dem Chef der Rettung

Peter Stahlberg war Rettungsarzt im Ennepe-Ruhr-Kreis.
Peter Stahlberg war Rettungsarzt im Ennepe-Ruhr-Kreis.
Foto: Valentin Dornis

Wetter.  . Als Peter Stahlberg zum Einsatz auf den Böllberg gerufen wurde, wusste er: Etwas Schlimmes musste passiert sein. Als Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes wird er nur zu besonderen Gefahrenlagen gerufen.

Auf der Ruhrbrücke kam dann ein Anruf von Kreisbrandmeister Rolf-Erich Rehm: „Bist du unterwegs? Ich habe hier ein abgestürztes Kleinflugzeug. Mehrere Verletzte, es besteht Explosionsgefahr!“ Was Stahlberg nicht wusste: Im Stadion am Böllberg musste sich Rehm während des Telefonats alle Mühe geben, nicht lauthals loszulachen. Und mit ihm über 200 Freunde, Bekannte und Kollegen, die Peter Stahlberg kurz vor seiner Pension noch einmal überraschen wollten. Um das Szenario so glaubhaft wie möglich zu machen, hatten sie mit zahlreichen Einsatzfahrzeugen den Parkplatz des Stadions besetzt, und die Freiwillige Feuerwehr sorgte mit einem großen Feuer für deutlich sichtbare Rauchentwicklung. Als er schließlich in Begleitung weiterer Rettungsdienstler auf den Platz stürmte, brandete ihm der Applaus der Gäste entgegen, und die Überraschung war vollends gelungen.

Seit 1986 war Stahlberg im Rettungsdienst tätig und baute mit der Zeit den Notarztdienst im gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis aus. Nun geht er in Pension. Und am Samstag dankten ihm alte Weggefährten, Kollegen und Rettungsdienstler aus ganz NRW für seine Verdienste um den Rettungsdienst. Auch seine gesamte Familie überraschte ihn an diesem sonnigen Nachmittag am Böllberg. Stahlberg selbst war schier überwältigt angesichts der vielen Gäste: „Ich bin sprachlos. Kaum zu glauben, wer heute alles gekommen ist.“ Und so stand er in voller Einsatzmontur vor der applaudierenden Menge und konnte die eine oder andere Träne nicht zurückhalten. Doch auch dafür hatten seine Freunde vorgesorgt: Eine überdimensionale Klorolle war eines der ersten Geschenke, die Stahlberg in Empfang nahm.

Langjährige Arbeit gewürdigt

Regine Ecker, die mit zahlreichen Helfern die große Abschiedsüberraschung am Esborner Böllberg organisiert hatte, freute sich: „Er hat tatsächlich bis zum Eintreffen hier oben geglaubt, ein Kleinflugzeug sei abgestürzt. Dass so viele Leute gekommen sind, um ihn zu verabschieden, ist das Mindeste, um seine langjährige Arbeit angemessen zu würdigen.“

 
 

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