Stellplatz soll besser werden

Soll verbessert werden: der Wohnmobil-Stellplatz an der Ringstraße. Foto: Elisabeth Semme
Soll verbessert werden: der Wohnmobil-Stellplatz an der Ringstraße. Foto: Elisabeth Semme
Foto: WR

Wetter. Der Wohnmobilstellplatz an der Ringstraße soll aufgewertet werden. Darauf verständigten sich Verwaltung und Politik kürzlich im Umwelt- und Verkehrsausschuss.

Sechs Jahre ist es nun schon her, dass auf Anregung der FDP der Umwelt- und Verkehrsausschuss beschloss, am Festplatz Ringstraße in Alt-Wetter Stellplätze für Wohnmobile auszuweisen. Obwohl dort bis heute jegliche Infrastruktur fehlt, es also weder Wasser- noch Stromanschluss oder eine Entsorgungsmöglichkeit gibt, wurde und wird der Stellplatz von Wohnmobilisten gut angenommen. Der Ruhrtal-Radweg lockt immer wieder Tages- und Wochenendgäste nach Wetter; zudem ändern sich die Strukturen im Kurzzeit-Tourismus. Außerdem lassen Wohnmobilisten als Besucher in der Regel auch Geld dort, wo sie gerade Station machen.

Info-Tafel soll der Orientierung dienen

Für die Liberalen Grund genug, den Stellplatz mit etwas mehr Komfort auszustatten. Einen entsprechenden Antrag legten sie in der letzten Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses vor: Die Verwaltung möge Vorschläge erarbeiten, wie mit wenig Geld mehr Komfort geschaffen werden könne, so dass der Platz für Camper noch interessanter werde. Die FDP regte an, auch über eine Erweiterung des Platzes nachzudenken.

Baufachbereichsleiter Manfred Sell konnte im Ausschuss bereits mit ersten Ergebnissen aufwarten. Wichtig sei erst einmal, so Sell, dass der dortige Autohandel sich optisch anders präsentiere. Zudem solle eine Info-Tafel den Wohnmobilisten zur besseren Orientierung dienen. Die Stadt denke darüber nach, den Lagerplatz hinter dem Autohandel weiter zu öffnen, zu begrünen und einen direkten Zugang zum Ruhrtal-Radweg zu schaffen. „Aber das würde schon 30 000 Euro kosten“, so Manfred Sell

Auf jeden Fall aber solle der Stellplatz in Richtung Anglerheim am Obergraben erweitert werden. Die Einrichtung einer Versorgungsstation sei mit Kosten zwischen 10 000 und 20 000 Euro finanziell recht aufwendig - und daher von der Stadt nicht zu stemmen.

Verwaltung setzt auf
Privatinitiative

„Wir können uns aber vorstellen, dass so etwas in Privatinitiative betrieben werden kann. Vielleicht finden wir jemanden, der Wohnmobile verkauft oder vermietet, den Stellplatz überwacht und alles mit einer gewerblichen Nutzung kombiniert“, erläuterte Manfred Sell die ersten Ideen, die sich die Verwaltung zum Ausbau des Stellplatzes gemacht hat.

Einstimmig sprachen sich am Ende die Vertreter aller Fraktionen für den FDP-Vorschlag und somit für eine Verbesserung des Wohnmobil-Stellplatzes aus.

 
 

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