SPD in Wetter lädt zu Quartiers-Runden ein

Die SPD in Wetter will die Bürger zu Quartiers-Runden einladen. Frank Hasenberg, Dirk Fröhning und Peter Zinn hoffen auf Anregungen für die politische Arbeit.
Die SPD in Wetter will die Bürger zu Quartiers-Runden einladen. Frank Hasenberg, Dirk Fröhning und Peter Zinn hoffen auf Anregungen für die politische Arbeit.
Foto: WP
Näher an die Bürger, das ist das Ziel der Quartiers-Runden, zu denen die SPD-Ortsvereine in Wetter einladen wollen. Im Frühjahr geht es los.

Wetter.  Die SPD in Wetter macht sich auf den Weg. Durch die Stadtteile und hin zum Bürger. Mit sogenannten Quartiers-Runden will die Partei näher an die Menschen und damit auch näher an die Probleme der Wetteraner rücken. „Wir erhoffen uns Impulse für unsere politische Arbeit in den Gremien“, sagt Peter Zinn, Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes. Und noch mehr: Kleinere Probleme sollen direkt angepackt werden. „Es steht ein Etat von 5000 Euro zur Verfügung, damit lässt sich eine Bank herrichten oder Farbe kaufen“, so Zinn. Das Geld stammt aus dem Innovationsfonds der Mutterpartei, die damit Ideen moderner politischer Arbeit belohnt. „Parteien müssen sich heute auf die Bürger zu bewegen“, sagt auch Frank Hasenberg, der beim Thema Quartiers-Runden nicht nur die Jacke des Esborner Ortsvereinsvorsitzenden trägt, sondern auch die des Bürgermeisters. „Eine solche aufsuchende Stadtteilarbeit kann die Verwaltung nicht leisten, da sind die Parteien gefragt“, sagt Hasenberg auch mit Blick auf die anderen Fraktionen.

Stadtverband organisiert erste Runde

Menschen mobilisieren, die Dinge vielleicht auch selbst in die Hand zu nehmen, auch das ist ein Aspekt der Quartiers-Runden. Neben den Bürgern, die zu jeder Stadtteilrunde eingeladen werden, will die SPD auch Vereine, Verbände, Schulpflegschaften und ähnliche Gremien ansprechen. Denn es gehe ja nicht nur darum, mit dem Finger auf Probleme zu zeigen, sondern auch um Lösungsansätze, „die man gemeinsam viel leichter finden kann“, so Zinn. Er hat ebenso wie der Fraktionsvorsitzende Dirk Fröhning die Sitzungen der „Fraktion vor Ort“ im Sinn, zu denen die SPD zum Beispiel zum Thema Stadtsaal-Verkauf oder Baugebiet Elberg geladen hatte. „Auch dort haben viele Bürger ihre Vorstellungen geäußert“, so Fröhning. „Auf Grundlage dieser Diskussionen haben wir uns als Partei dann eine Meinung bilden können, mit der wir in die Ausschüsse gegangen sind.“

Mindestens fünf Runden soll es im Frühjahr in den einzelnen Stadtteilen geben. Zum Auftakt findet ein vom Stadtverband organisierten Spaziergang mit dem Schwerpunktthema Freizeit und Tourismuswirtschaft statt. Anschließend laden die Ortsvereine zu den Quartiers-Runden ein. „Auch jeweils mit einem Thema“, so Zinn. Jedoch so offen, dass alle Probleme, die den Menschen auf der Seele liegen, angesprochen werden können.

„Wir wollen nicht planlos durch den Stadtteil laufen“, sagt Frank Hasenberg, der für seinen Ortsverein schon zwei Runden im Sinn hat. „Das Gebiet ist einfach zu groß.“ Wichtig ist den Politikern, dass die Spaziergänge für jeden zu bewältigen sind. Anderthalb bis zwei Stunden soll eine Runde dauern, doch „man kann uns auch auf dem Weg ansprechen und muss nicht die ganze Runde mitlaufen“, so Zinn. Zum Abschluss gibt es die Möglichkeit, die Themen noch einmal bei Bier und Bratwurst zu diskutieren und „dann auch festzuklopfen, was als wichtiges Ergebnis mitgenommen wird“, will Peter Zinn nicht nur bummeln, sondern auch Ideen tatsächlich umsetzen. „Das kann mit unserem kleinen Etat ganz konkret geschehen oder durch die Partei in den politischen Prozess eingebracht werden“, weiß der SPD-Chef, dass mit 5000 Euro keine Umgehungsstraße finanziert werden kann.

Bürgermeister Frank Hasenberg sieht seine Partei in der Pflicht, auf die Bürger auch in Zeiten, in denen kein Wahlkampf ansteht, zuzugehen. „Die Wähler haben uns ein starkes Mandat gegeben, und wir haben als Partei auch die Ressourcen, ein solches Angebot zu machen. Die Bürger erwarten von uns, dass wir etwas tun.“

 
 

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