Sonne speist 15 Kraftwerke auf dem Dach

Die Tinte unter dem Vertrag ist frisch getrocknet: Dieter Röllke, Ingrid Klatte und Rolf Weber von der Bürgerenergiegenossenschaft und Alexander Dyck, Meike Riedesel-Nüssgen und Manfred Kühn von EN Wohnen (von links).
Die Tinte unter dem Vertrag ist frisch getrocknet: Dieter Röllke, Ingrid Klatte und Rolf Weber von der Bürgerenergiegenossenschaft und Alexander Dyck, Meike Riedesel-Nüssgen und Manfred Kühn von EN Wohnen (von links).
Foto: WP
Über viele Jahre schon werden die Dächer der Mietshäuser in Wetter für Solaranlagen zur Verfügung gestellt, jetzt ist EN Wohnen selbst Mitglied bei der BürgerEnergieGenossenschaft geworden und damit Vorreiter im Ennepe-Ruhr-Kreis.

Wetter..  Dächer ihrer Häuser hat die Wohnungsgesellschaft EN Wohnen schon länger an die heimische Bür­gerEnergieGenossenschaft vergeben. An der Breslauer Straße in Wetter ist jetzt aber nicht nur ein weiteres Solardach hinzu gekommen: EN Wohnen ist selbst Mitglied der Energiegenossenschaft geworden. Die Wohnungsgesellschaft mit Sitz in Schwelm und den meisten ihrer Wohnungen in Wetter ist damit zum Vorreiter im Kreis geworden.

Mietercafé ist in der Planung

5000 Euro hat EN Wohnen auf den Tisch gelegt und so zehn Anteile erstanden. Nicht etwa, weil Geschäftsführer Alexander Dyck auf große Gewinne spekulieren würde. Dyck spricht bei diesem Engagement von einer „Herzenssache“ und fährt fort: „Wir wollen die Energiewende vor Ort voran treiben.“

Insgesamt 15 Mal waren die Wohnungsgesellschaft und die Bürgerenergiegenossenschaft schon Partner für die Anbringung von Solarstromanlagen. In Wengern gibt es dafür auch einen Paten. Für zwei der Anlagen an der Schmiedestraße fühlt sich Dieter Röllke verantwortlich. Er liest die Zählerstände ab, schaut nach dem Rechten und sucht das Gespräch mit den Mietern. Deren größte Sorge: Die Anlage auf dem Dach könnte die Miete steigen lassen. Was auf keinen Fall so ist. Wohnen EN bekommt sogar eine kleine Pacht von der Energiegesellschaft, abhängig von der Strommenge, die in den Kraftwerken auf dem Dach gewonnen wird. Für die Breslauer Straße wird noch ein Pate gesucht. Aber Rolf Weber, Geschäftsführer der BürgerEnergieGenossenschaft, hat schon einen der Mieter im Auge. Der könnte eine kleine Erfolgsgeschichte durch die Flure tragen: Würde der Strom vom Dach Energie aus Braunkohle ersetzen, läuft das auf eine CO2-Einsparung von 21 505 Kilogramm hinaus. Ein Gewinn fürs Klima.

Alexander Dyck hat den Vertrag zum Pressetermin mitgebracht. Unter einem alten Baum auf einem kleinen Ausguck überreicht er das Papier an Rolf Weber. Der Baum wird bleiben, versichert Dyck, und der Ausguck soll zu einer Art Treffpunkt ausgebaut werden - wenn der Umbau der Häuser beendet ist. 200 Wohnungen hatte die Gesellschaft an der Breslauer Straße vor Beginn der Renovierung. Nach einem Teilabriss und Zusammenlegung sind es noch 125. Leerstand, zuvor ein großes Problem, gibt es nicht mehr. Bis auf die Wohnung gleich neben dem Baum und dem Ausguck. Sie soll auch gar nicht vermietet werden. In ihr möchte EN Wohnen ein Mietercafé einrichten. Die Gespräche mit möglichen Trägern laufen. Auch die zwischen EN-Wohnen und Energiegenossen gehen weiter: Den Vertrag für das nächste „Sonnendach“ hat Dyck nämlich auch schon dabei, es kommt auf Häuser in Silschede.

 
 

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