Seit 16 Jahren Kampf gegen den Riesenbärenklau

Volmarstein..  Die Jäger vom Hegering Volmarstein sind in diesen Wochen wieder im Einsatz, um den Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt, zu bekämpfen. Der aus Kaukasien stammende Riesenbärenklau ist hochgiftig. Auf eine einfache Berührung mit Pflanzenteilen reagiert die Haut mit einer schmerzhaften Verbrennung – besonders im Hochsommer. Die Hautreaktionen können die Schwere von Verbrennungen zweiten Grades erreichen.

Geringes Artenspektrum

In Wetter, an den Straßenböschungen im Bereich Schwelmer Straße, an den Bachrändern Im Steinhausen, im Blumental, in Albringhausen und an der Ruhr (Obergraben, Wasserwerk Volmarstein, In der Aue) soll das Ausbreiten verhindert und eingedämmt werden. Standorte, die von Riesenbärenklau dominiert werden, weisen ein geringes Artenspektrum in der Krautschicht auf.

Auch die von den Jägern im Herbst gemachten jungen Anpflanzungen der Bäume und Sträucher (Schlehen, Weißdorn, Erlen, Weiden, Vogelkirsche, Faulbaum) werden von den bis über vier Meter hohen Herkulesstauden überwuchert. Gleichzeitig wird auch Drüsiges Springkraut und Japanischer Staudenknöterich mit entfernt.

Durch das rasche Wachstum dieser invasiven Neophyten (eingeschleppte Pflanzen), sowie die starke Schattenwirkung, werden heimische Pflanzen und gefährdete Arten vollkommen verdrängt. Es gibt Bereiche, in denen die natürliche einheimische Vegetation mit der dazugehörenden Tierwelt so gut wie keinen Raum mehr findet.

Erosion als Folge

Untersuchungen haben ergeben, dass der Riesenbärenklau sich vorzugsweise auf unbewirtschaftetem Grün- und Weideland, entlang von Fließgewässern, Gehölzen und Verkehrswegen ansiedelt. Landwirtschaftlich oder gartenbaulich genutzte Flächen sind dagegen wenig betroffen. Wenn, wegen solch massenhaftem Auftreten, andere Pflanzen (Gras, Krautschicht) nicht vorkommen, dann besteht keine Haltekraft mehr für den Boden. Die Folge ist starke Erosion.

Eine durchschnittliche Pflanze bildet bis zu 20.000 Samen aus die bis zu 5 Jahre keimfähig bleiben.

Besonders wichtig ist dem Hegering Volmarstein die Vernichtung der Pflanze auf kleineren, für Mähmaschinen unzugänglichen Bestandsflächen, oder von Einzelpflanzen (z.B. auch in Hausgärten). Nur so kann man der Besiedlung ganzer Landstriche zuvorkommen. Daher die Bitte an jeden Grundstückseigentümer diese Pflanzen rechtzeitig zu entfernen.

Einige Flächen sind befreit

Der Hegering Volmarstein arbeitet seit 16 Jahren mit Erfolg an der Beseitigung der gefährlichen Stauden. Durch das Arbeitsprinzip von oben nach unten (z.B. von der Schwelmer Str. entlang der Bachläufe bis zur Ruhr), wurden wieder einige Flächen und Bachränder frei vom Bärenklau.

 
 

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