Schüler in Herdecke werden zu Wächtern der Umwelt

An der Vinkenbergschule war Startschuss für den Wettbewerb der Bürgerstiftung. Schüler begrüßen musikalisch die Gäste.
An der Vinkenbergschule war Startschuss für den Wettbewerb der Bürgerstiftung. Schüler begrüßen musikalisch die Gäste.
Foto: WP
Die Bürgerinitiative Semberg hat die Idee geliefert, der neue Klimaschutzmanager der Stadt Herdecke ist als Berater mit im Boot, die Bürgerstiftung Herdecke schließlich hat den ersten Klimaschutzwettbewerb der Herdecker Schulen ausgeschrieben.

Herdecke..  Klimaschutz ist eine wichtige Sache. Wichtig für die Generation der Eltern und Lehrer, weil der Zustand der Erde einmal Teil ihrer Hinterlassenschaft sein wird. Wichtig für die Generation der Kinder, weil auch sie einmal Kindern etwas zu hinterlassen haben werden – und weil sie schon jetzt etwas tun können, damit das Klima nicht noch mehr aus den Fugen gerät. An Ideen herrscht in den Klassenzimmern kein Mangel. Jetzt gibt es einen zusätzlichen Anreiz zur Umsetzung: Die Bürgerstiftung hat einen Klimaschutzwettbewerb für die Herdecker Schulen ausgeschrieben.

Im Schülerrat hat Michaela Franz, Leiterin der Vinkenbergschule, das Projekt vorgestellt. Und gleich sprudelten die Ideen: Nicht so viel Müll ins Meer werfen, mit dem Rad oder dem Roller fahren, wenn Wege auch ohne Auto zu schaffen sind, bei der Energie sparen. „Ihr seid jetzt schon viel schlauer als viele Erwachsene es sind“, sagt Projektleiter Delef Plett bei der Auftaktveranstaltung in die Runde der Grundschüler. Plett war Lehrer an der Fritz-Steinhoff-Gesamtschule in Hagen und hat Erfahrung mit Umweltprojekten. Bei einem war er mit seinen damaligen Schülern so erfolgreich, dass es den ersten Platz belegte. Den Preis dafür gab es in der Bundeshauptstadt Bonn aus der Hand der Bundesumweltministerin. Ihr Name 1996: Angela Merkel.

Jetzt erklärt Plett den Jungen und Mädchen der Vinkenbergschule, wie der Wettbewerb ablaufen soll. Wichtig: Für die besten Projekte gibt es Geld. 2500 Euro stehen dafür zur Verfügung. Wichtig auch: Wenn die Schüler beispielsweise messen wollen, wie warm es in ihrem Klassenzimmer wird, hat sich die Sparkasse als Sponsor für ein Messgerät angeboten. Auch wenn mal ein Buch angeschafft werden muss, um die Umwelt genauer zu ergründen, gibt es finanzielle Hilfe. Am Wichtigsten aber: Die Bürgerstiftung hat viele Infos zusammen gestellt, damit die teilnehmenden Schulen sich auf dem ausgewählten Handlungsfeld gut zurecht finden können.

Ein erster Schritt

Vom Strom können die Projekte handeln, von der Wärme, von Mobilität, Ernährung oder auch der Abfallwirtschaft. Wie viel Strom ihre Schule verbraucht, wie viel Wasser im Jahr aus den Kränen fließt, alles das ist den Schulleitungen bereits mit auf den Weg gegeben.

1000 Euro hat die Bürgerinitiative Semberg als Preisgeld gestiftet. Von ihr stammt auch die Idee. „Das passt doch“, sagt Detlef Plett, der Mitglied der Initiative ist. Seit Jahren beschäftigt sie sich mit den Auswirkungen von Lärm und Schmutz auf die Umwelt. Plett ist aber auch Mitglied der Bürgerstiftung. Sie hat noch einmal 1500 Euro Preisgeld drauf gelegt und die Organisation des Wettbewerbs übernommen.

Beim Konzept für den Klimawettbewerb aller Herdecker Schulen hat sich die Bürgerstiftung an Hamburg orientiert. Hier trägt manche Schule sogar schon den Titel „Klimaschule“. Der Wettbewerb ist für Jörg Piontek denn auch nur ein erster Schritt zu mehr Klimaschutz. Er ist der neue Klimaschutzmanager der Stadt Herdecke und will den Schülern beratend zur Seite stehen.

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