Schrille Show aus Musik und Witz

Musikcomedy mit "Butterfahrt 5" im wetterschen Stadtsaal.
Musikcomedy mit "Butterfahrt 5" im wetterschen Stadtsaal.
Foto: WR

Wetter.. Absolute Dunkelheit auf der Bühne, leise erklingen erste Töne eines Akkordeons, dann plötzlich blitzt eine Kopflampe auf. Der dazugehörige Kopf fängt an zu singen. Ihm folgen drei weitere, ebenfalls mit Lampen bestückte singende Köpfe von „Butterfahrt 5“. Mit ihren neuem neuen Musikcomedy-Programm startete das Ensemble am Freitagabend im Stadtsaal die siebte Klein(e) Kunstreihe der Lichtburg.

Es dauert keine zwei Minuten und der komplett ausverkaufte Saal steht im Bann der fünf Herren in schwarzen Anzügen. Einige Zuschauer fangen schon an mitzusingen. Ohne Pause geht es gleich mit dem zweiten Stück weiter: Die Kunstfigur „Bärbel Günther Schmidtke“ steht mit „Video Killed The Radio Star“ auf der Bühne. Sie muss die Abschlussprüfung ihres Kurses „Rockgitarre für Alleinerziehende“ ablegen. Beim Anblick dieser Gestalt mit schräger Lockenfrisur und unbeholfenen Gesten kann keiner im Publikum mehr ein Lachen unterdrücken. Und so soll es bleiben, denn das Programm setzt sich abwechslungsreich und skurril fort.

Ganz egal ob mit einer Gangsta-Rap-Version von Klaus Lages „1000 und 1 Nacht“, „Beat it“ mit bunten Klangröhren (den „Boomwhackers“) getrommelt oder „Durch den Monsun“ auf einer Ukulele gespielt - „Butterfahrt 5“ sorgte mit eigenwilligen Coverversionen immer wieder für lautes Lachen.

Nackte Haut sorgte
für lautes Kreischen

Dabei wechselten die Musiker für beinahe jedes Stück ihre Kostümierung. Sehr zur Freude einiger Damen im Saal, die spätestens bei einer Boygroup-Tanzeinlage ein hysterisches Kreischen verlauten ließen. An einigen Stellen zeigten die Jungs von „Butterfahrt 5“ sogar nackte Haut, was - egal ob Brust, Bauch oder Bein - mit lautem Beifall honoriert wurde. Manch ein Zuschauer fühlte sich allerdings ein wenig bedrängt, als Sänger Philipp und Gitarrist Marcus ihm fast auf den Schoß sprang… Aber was will man erwarten, wenn man kurz vorher noch „Je t’aime“ in Richtung Bühne gehaucht hat?

Alles in allem ein großartiger Auftakt zur neune Kleinkunstreihe. Denn wenn eine Band mit fünf Mitgliedern aus 30 verschiedenen Instrumenten zu wählen vermag, die alle gekonnt und kreativ eingesetzt werden, kann man sicherlich von hochkarätigen Musikern sprechen.

Aber „Butterfahrt 5“ kann noch erheblich mehr! Die Gruppe bringt eine gehörige Portion Witz und großes schauspielerisches Können mit. Und das alles präsentierten sie am Freitag in einem perfekt durchchoreographierten Programm, das trotzdem immer noch spontan wirkte.

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