Publikum feiert den gestrafften Shakespeare

Das Koffertheater zeigt "Shakespeares sämtliche Werke ... leicht gekürzt".
Das Koffertheater zeigt "Shakespeares sämtliche Werke ... leicht gekürzt".
Foto: Jonas Zerweck

Wetter..  „Bei nur drei Schauspielern kribbelt das natürlich noch viel mehr als im großen Ensemble. Da liegt auf einem selbst, eine viel größere Last. Aber jetzt fällt alles von mir ab!“ Kris Köhler ist sichtlich erleichtert und geschafft nach der Premiere von „Shakespeares sämtliche Werke…(leicht gekürzt)“.

Auch seine beiden Schauspielkollegen Marc Gruß und Niklas Peternek sowie Regisseurin Sabine Gruß sind „super zufrieden, glücklich und total entspannt“. Es gab ständig Szenenapplaus, stehende Ovationen am Ende und jede Menge Lachen, das zu Tränen und Schmerzen in den Wangen bei den Zuschauern führte.

„Wir haben viel gelacht“

Bei vollem Haus und einem begeisterten, sehr durchmischtem Publikum war die Premiere wahrlich gelungen. „Es war von Anfang an total geil! Und wenn es dann einmal läuft, bist du einfach drin. Das Publikum ist so gut mitgegangen, noch besser als wir es vorher gedacht hätten. Das hat einfach riesig Spaß gemacht!“ schwärmt Marc Gruß.

Es gab viele Aktionen, bei denen das Publikum mit ins Geschehen geholt wurde, was selbst bei den Schauspielern für Lacher sorgte. Die Aktionen kamen auch bei den Zuschauern richtig gut an. „Diese interaktiven Elemente sind klasse! Einfach juut!“, der Berliner Bernd Schade ist begeistert. Auch Marcel (15) und Mandy (19) Kurth hatten Spaß: „Wir haben viel gelacht!“

Marcel hat von William Shake-speare bisher noch nichts gelesen, Mandy kennt Texte von ihm nur durch den Schulunterricht. „Trotzdem“, meint sie, „kann ich das Stück auch Leuten in unserem Alter nur empfehlen.“ Und Tom Jeschke gesteht, dass er eigentlich kein Theatergänger ist, aber „dieses Stück nimmt einem die Hürde, ins Theater zu gehen.“

Lieber Tragödien als Komödien

In der gut zwei Stunden langen Komödie ließen sich Marc Gruß, Kris Köhler und Niklas Peternek keinen Scherz entgehen.

Auch die Tatsache, dass Shake-speare neben einigen Komödien viele Tragödien schrieb, macht das neue Stück des Koffertheaters nicht weniger witzig. Im Gegenteil, wie Niklas Peternek während des Stückes behauptet: „Wir haben festgestellt: Tragödien sind eh’ viel witziger als Komödien!“

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