Olaf Schade wird neuer EN-Landrat als Nachfolger von Brux

Olaf Schade (links) als gemeinsamer Kandidat von SPD und Bündnis 90/Die Grünen wurde zum Nachfolger von Landrat Dr. Arnim Brux (MItte) gewählt.
Olaf Schade (links) als gemeinsamer Kandidat von SPD und Bündnis 90/Die Grünen wurde zum Nachfolger von Landrat Dr. Arnim Brux (MItte) gewählt.
Foto: WP
Olaf Schade wird Nachfolger von Arnim Brux: Der SPD-Fraktionschef im EN-Kreistag übernimmt das Amt des Landrats am 21. Oktober.

Ennepe-Ruhr..  Ohne Jubelposen, aber mit einem deutlich entspannten Lachen präsentierte sich Sozialdemokrat Olaf Schade bei der „Wahlparty“ am Sonntagabend im Kreishaus erstmals der Öffentlichkeit, nachdem feststand, dass er die Wahl zum Landrat gewonnen hat. Der gemeinsame Kandidat von SPD und Bündnis 90/Die Grünen holte mit 55,3 Prozent der abgegebenen Stimmen die absolute Mehrheit. Auf Dr. Babett Bolle (CDU) entfielen 37,0 Prozent, Helmut Kanand von der Partei Die Linke kam auf 7,7 Prozent.

Einer der ersten Gratulanten beim Hattinger war Amtsinhaber Dr. Arnim Brux, der von einem „ausgesprochen positiven Wahlergebnis“ sprach. Damit werde die Leistung des bisherigen SPD-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag belohnt. Schade stehe für Kontinuität der bisherigen, von Rot-Grün geführten Kreis-Politik, wenngleich er „als Landrat natürlich neue Akzente setzen wird“, so Amtsinhaber Brux. Er wird sein Amt am 21. Oktober an seinen Nachfolger übergeben.

Schade sprach von einer großen Zufriedenheit. „Das Wahlergebnis ist eine gute Sache. Darauf haben wir lange hingearbeitet.“ Er dankte seinen Wahlhelfern, später persönlich der Konkurrentin Dr. Babett Bolle für einen „fairen Wahlkampf“. Helmut Kanand hatte den Wahlausgang nicht im Kreishaus mitverfolgt.

Neun Prozent mehr für CDU als 2009

Als Landrat will Schade die erfolgreiche Zusammenarbeit von Rot-Grün im Kreis fortsetzen und vor allem die interkommunale Zusammenarbeit voranbringen. Der Breitbandausbau und die finanzielle Situation der Städte beispielsweise würden eine verstärkte Kooperation von Kreis und Städten erfordern. „Wir müssen das zusammen hinbekommen“, so der Wahlsieger.

Auch die unterlegene Dr. Babett Bolle konnte dem Wahlergebnis Gutes abgewinnen. Die CDU habe neun Prozent mehr als bei der Landratswahl 2009 eingefahren. „Ich bin ausgesprochen zufrieden mit dem Ergebnis. Es ist kein Grund, traurig zu sein“, sagte sie. Der Kreis sei „ein sehr starkes SPD-Land“, doch „so langsam scheint es im Ennepe-Ruhr-Kreis eine Tendenz zu mehr konservativen Wählern zu geben“, erklärte Bolle auch angesichts der Wahlergebnisse bei den Bürgermeisterwahlen in den EN-Städten.

Auch Helmut Kanand von den Linken war „sehr zufrieden“. Mit 7,7 Prozent hätten die Linken fast 50 Prozent mehr Stimmen als bei der Landratswahl 2009 geholt. „Das ist ein Super-Ergebnis für unsere soziale Politik im Kreis. Ich sehe das als ein deutliches Signal der Unterstützung.“ Mit Blick auf Schade meinte er: „Das ist gar nicht so ein tolles Ergebnis“. Als gemeinsamer Kandidat von SPD und Grünen mit FDP-Unterstützung hätte er viel mehr holen müssen. Die Kandidaten aller drei Parteien hatten bei der Landratswahl 2009 zusammen 64,7 Prozent geholt.

Die Wahlbeteiligung fiel mit 38,7 Prozent wie befürchtet gering aus. Stimmberechtigt waren 272 074 Bürgerinnen und Bürger. Ihren Stimmzettel gaben 105 424 Wahlberechtigte ab. Davon waren 2730 Stimmzettel ungültig.

 
 

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